Rohstoffkonzern vergleicht Habecks Ölpreis-Grenze mit Mietendeckel
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Vorstandschef der Deutschen Rohstoff AG, Thomas Gutschlag, vergleicht die Debatte um eine Preisobergrenze für Öl mit dem Berliner Mietendeckel. „Produzenten würden ihre Investitionen einschränken, das Ölangebot auf dem Markt würde sinken“, sagte er den Partnerzeitungen der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft (Mittwochausgaben).
Der Ölmarkt sei aufgrund politischer Turbulenzen ohnehin bereits gestört, eine Preisobergrenze würde ihn weiter beschädigen. „Das ist eine sehr kuriose Idee.“ Laut Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) arbeiten die EU-Kommission und die USA an einer Preisobergrenze für Öl, da Russland in den vergangenen Wochen zwar weniger Öl verkauft, aber wegen der hohen Preise „mehr Einnahmen gehabt“ habe, so Habeck im ZDF. Gutschlag zufolge seien die Preise auch deswegen so hoch, weil Unternehmen nur wenig in zusätzliche Förderung investierten. „Obwohl die Ölpreise vor etwa zehn Jahren vergleichbar hoch waren wie heute, investieren sie aufgrund der Unsicherheit am Markt nur halb so viel wie damals“, sagt er. Ein Preisdeckel vernichte den Anreiz, mehr Öl zu fördern. Die Deutsche Rohstoff AG erschließt Rohstoffvorkommen in Nordamerika, Australien und Europa, wobei der Schwerpunkt auf Öl- und Gaslagerstätten in den USA liegt.
Foto: Tankstelle im Frühjahr 2022, über dts Nachrichtenagentur
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