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Ökonom: Einführung des digitalen Euro „könnte durchaus floppen“

via dts Nachrichtenagentur

Der Wirtschaftswissenschaftler Gunther Schnabl, Direktor der Denkfabrik Flossbach von Storch Research Institute, sieht die Pläne zur Einführung des digitalen Euro aus verschiedenen Gründen kritisch. Das sagte er der Mediengruppe Bayern.

Der Experte verweist auf europäische Zahlungssysteme wie Girocard oder Wero: „Ich sehe deshalb keinen Grund, warum Europa mit einem digitalen Euro unabhängiger werden sollte. Das Projekt könne durchaus floppen.“ Um seine Bedenken zu unterstreichen, führt Schnabl die Schweizer Nationalbank und die Federal Reserve an, die davon ausgingen, dass eine digitale Währung für Endverbraucher nicht nötig sei.

Schnabl geht nicht davon aus, dass der digitale Euro das Bargeld verdrängen kann. Zwar nehme der Anteil der elektronischen Zahlungen immer weiter zu, weil diese einfacher seien, jedoch „war der Bargeldumlauf im Euroraum mit gut 1.660 Milliarden Euro nie so hoch wie heute“. Das dürfte damit zusammenhängen, „dass Bargeld geprägte Freiheit ist“. Und weiter: „Nur Bargeld erlaubt die anonyme Lagerung und anonyme Zahlungen. Viele Menschen in Europa wollen den gläsernen Bürger nicht. Auch bei fehlender Stromversorgung oder bei einem instabilen Internet hat Bargeld Vorteile.“

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