Oberlandesgericht: Instagram muss bei Bezahl-Abo nachbessern

Instagram-Logo auf einem Smartphone (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Der Internetkonzern Meta muss bei seinem Bezahl-Abo für Facebook und Instagram nachbessern. Der 20. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Düsseldorf untersagte dem US-Konzern am Donnerstag, den Bestellprozess durch Auslösen einer Schaltfläche zu gestalten, „ohne dass sich auf dem Bestellbutton ein eindeutiger Hinweis auf eine zahlungspflichtige Bestellung befindet“.

Seit November 2023 werden Nutzer der sozialen Netzwerke vor die Wahl gestellt, ob sie für eine werbefreie Nutzung monatlich Geld zahlen wollen oder in Kauf nehmen, dass ihnen weiterhin personalisierte Werbung angezeigt wird. Die Buttons für die kostenpflichtigen Abonnements waren mit „Abonnieren“ bzw. „Weiter zur Zahlung“ beschriftet. Dagegen klagte die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Das Gericht entschied nun im einstweiligen Verfügungsverfahren, dass bei einem Online-Kauf die Zahlungspflicht klar erkennbar sein muss – durch eine entsprechende Beschriftung des Bestellbuttons, zum Beispiel mit „Zahlungspflichtig bestellen“.

Anzeige

In einem weiteren Verfahren gegen Meta will die Verbraucherzentrale NRW gegen das neue Wahl-Modell des Konzerns vorgehen. Sie argumentiert, Meta verstoße mit der Einführung des „Pay-or-Consent“-Modells (zahle oder willige in Werbung ein) gegen das Datenschutzrecht. Für die kostenfreie, aber werbefinanzierte Nutzung der Dienste von Instagram und Facebook hole der Anbieter keine wirksame Einwilligung in die Verwendung personenbezogener Daten zu Werbezwecken ein, so die Verbraucherzentrale.

dts Nachrichtenagentur

Foto: Instagram-Logo auf einem Smartphone (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Mehr aus diesem Ressort
NachrichtenCDA-Chef warnt vor Vertrauensverlust bei ArbeitnehmernNachrichtenRamelow fordert Antifaschismus-Klausel im GrundgesetzNachrichtenGrüne fordern Übergewinnsteuer für Ölkonzerne
StartseiteKommentieren
Weitere Artikel
NachrichtenRobra lehnt Informationssperre für Sachsen-Anhalt abNachrichtenBeamtenbund warnt Sachsen-Anhalts künftige RegierungNachrichtenBericht: Rund 20 Unions-Abgeordnete gegen SteuerpläneNachrichtenUS-Börsen lassen nach – Eskalation im Iran-Krieg treibt ÖlpreisNiedersachsenMehr als 2.000 Menschen protestieren friedlich in BleckedeNachrichtenSachsen-Anhalt: BSW will Gespräche mit AfD aufnehmen

Anzeige

StellenmarktJobs in OldenburgAktuelle Stellenangebote aus Oldenburg und der Region.LokalesNachrichten aus OldenburgAlle Meldungen aus der Stadt auf einen Blick.Immer informiertWhatsApp-KanalDie wichtigsten Nachrichten direkt aufs Handy.MenschenOldenburger/in des MonatsJeden Monat ein besonderes Gesicht der Stadt.
Im FokusTopthemenKommunalwahl 2026StadionneubauCäcilienbrücke
Social MediaFolge unsFacebookInstagramYouTubeTikTok