Nobelpreisträgerin Karikó versteht Angst vor Corona-Impfstoffen

Impfspritze mit Impfstoff von Biontech (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Die Biochemikerin und Nobelpreisträgerin Katalin Karikó hat Verständnis für die Ängste der Bevölkerung im Hinblick auf die Sicherheit der mRNA-Impfstoffe. „Ich verstehe, dass man Angst hat, wenn etwas nicht verständlich ist“, sagte sie dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Dienstagausgaben).“Wir Wissenschaftler haben das nicht ausreichend erklärt. Daran müssen wir arbeiten.“

Karikó hatte für ihre jahrzehntelange Forschung zur mRNA-Technologie, die als Wegbereiter für die Corona-Impfstoffe gilt, im vergangenen Jahr den Nobelpreis für Medizin erhalten. Über diese späte Ehre sagte die heute 70-Jährige: „Vielen steht das Ego im Weg. Ich wollte das nicht. Ich war auch ohne jede Anerkennung glücklich, weil ich die Arbeit an sich genossen habe. Ich habe mir damals selbst auf die Schulter geklopft.“

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Zuvor hatte die Forscherin viele Rückschläge einstecken müssen. Immer wieder war die Bedeutung der mRNA-Technologie für die Medizin angezweifelt worden. In Biontech-Gründer Ugur Sahin, fand sie schließlich einen Mitstreiter, der genauso überzeugt von der Technologie war, wie sie selbst. Als sich die beiden 2013 zum ersten Mal trafen, habe sie sofort gespürt: „Hier ist jetzt mein Platz“, so Karikó.

Sie ist überzeugt, dass die mRNA in der Medizin weiter an Bedeutung gewinnen wird: „Heute traue ich mich zu sagen: Es wird auf jeden Fall mehr zugelassene Medikamente geben.“ Dafür brauche es nur mehr Zeit und Geld für die Forschung. Mit den Corona-Impfstoffen ist ein erster Schritt getan: „Ich bin sehr froh, dass mRNA jetzt wirklich Patienten nützt.“

dts Nachrichtenagentur

Foto: Impfspritze mit Impfstoff von Biontech (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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