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Nawalny nennt Schröder „Laufbursche Putins“

Gerhard Schröder, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der russische Oppositionspolitiker Alexei Nawalny hat den ehemaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder scharf kritisiert. Schröders Äußerungen, dass es noch keine „gesicherten Fakten“ zum Giftanschlag auf ihn gebe, seien sehr enttäuschend, sagte Nawalny der „Bild“. Es sei „erniedrigend“ für die deutsche Bevölkerung.

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„Und insbesondere für das Bundeswehr-Labor. Haben sie etwa das Resultat ihrer Untersuchung gefälscht? Gerhard Schröder wird von Putin bezahlt. Aber wenn er jetzt versucht, diesen Giftanschlag zu leugnen, ist das wirklich sehr enttäuschend.“ Ein Speziallabor der Bundeswehr hatte nachgewiesen, dass Nawalny mit dem Nervenkampfstoff Nowitschok vergiftet wurde. Am Dienstag bestätigte auch die OPCW diesen Befund. Weiter sagte Nawalny: „Er ist immerhin der ehemalige Kanzler des mächtigsten Landes in Europa.“ Jetzt sei Schröder ein „Laufbursche Putins“, fügte der russische Oppositionspolitiker hinzu. Schröder ist Chef des Verwaltungsrats von Nord Stream 2 sowie Vorsitzender des Aktionärsausschusses von Nord Stream. Zusätzlich ist der Altkanzler Aufsichtsratschef des staatlichen russischen Öl-Riesen Rosneft.

Foto: Gerhard Schröder, über dts Nachrichtenagentur

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1 Kommentar

  1. W. Lorenzen-Pranger
    7. Oktober 2020 um 16.01 — Antworten

    >Gerhard Schröder wird von Putin bezahlt.<

    Wird er? So weit ich weiß, ist er Mitarbeiter an (mit-)entscheidender Stelle eines Tochterbetriebes des Konzerns Gazprom. Das Projekt Pipeline "North Stream 2" hat Schröder schon als Kanzler mit angeschoben – und zwar sehr zu recht. (Es wird übrigens privatwirtschaftlich finanziert.) Das Emsland-Gas wird für den nächsten Winter wohl kaum reichen – es sei denn, wir kommen nie unter fünfzehn Grad plus, und US-amerikanisches Gas wird doch wohl niemand im Ernst in Erwägung ziehen, oder? Ein zum Teil Fracking-Produkt, mit mit Schweröl betrieben Tankern übern Ozean geschippert, für sehr viel Geld? Da können wir dann eben so "umwetfreundlich" unsere alten Autoreifen verbrennen zum heizen – und die wären dann immerhin billiger…

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