Mehrheit hält Angriff auf den Iran für nicht gerechtfertigt
Die Mehrheit der Deutschen sieht den Angriff der USA und Israels auf den Iran vom vergangenen Wochenende kritisch.
In einer Infratest-Umfrage für die ARD bewerten 58 Prozent ihn als nicht gerechtfertigt, während 25 Prozent den Krieg gegen den Iran als gerechtfertigt ansehen, 17 Prozent wissen es nicht oder machen dazu keine Angabe.
Zum Vergleich: Die Attacke der USA gegen den venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro Anfang Januar hatten damals 72 Prozent als nicht gerechtfertigt eingestuft; 12 Prozent als gerechtfertigt. Jeder Sechste (16 Prozent) antwortete auf diese Frage mit „weiß nicht“ oder machte keine Angabe. Die Militäraktion der USA gegen den Irak 2003 hatten 80 Prozent als nicht gerechtfertigt bewertet, 14 Prozent als gerechtfertigt.
Rund drei Viertel der Deutschen (77 Prozent, +23 im Vgl. zu Anfang Februar 2022) empfinden die politische Lage in der Welt für sich in Deutschland aktuell als sehr bedrohlich oder bedrohlich. 21 Prozent (-21) schätzen die Lage als wenig oder überhaupt nicht bedrohlich ein. Die Bedrohungslage wird über alle Parteianhängerschaften mehrheitlich empfunden.
Die Sorge, dass in der Weltpolitik zunehmend das Recht des Stärkeren gilt, treibt mittlerweile 85 Prozent der Deutschen um (+4 im Vgl. zu Januar). Zudem äußern 80 Prozent die Sorge um die Beeinträchtigung des internationalen Handels aufgrund des Iran-Krieges. Weitere 75 Prozent haben Sorge, der Iran-Krieg könnte auf noch mehr Länder übergreifen. Auch um die Menschen im Iran sorgen sich 71 Prozent der Deutschen. Zwei Drittel (66 Prozent, -3 im Vgl. zu Januar) sorgen sich um die Sicherheit in Europa und 55 Prozent sind in Sorge, dass Russland weitere Länder in Europa angreifen könnte. Das sind 8 Prozent weniger als im Oktober 2025.
Unverändert zu Januar betrachten 15 Prozent die USA als verlässlichen Partner Deutschlands, Russland stufen 12 Prozent (+3 zu Januar) als vertrauenswürdig ein. Israel sehen 17 Prozent als verlässlichen Partner an. Frankreich (82 Prozent, +4) und Großbritannien (75 Prozent, +1) gelten mehrheitlich als verlässliche Partner. Das Urteil zur Ukraine bleibt gespalten: 39 Prozent (-1) trauen dem Land, 47 Prozent haben Zweifel an dessen Vertrauenswürdigkeit.
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dts Nachrichtenagentur
Foto: via dts Nachrichtenagentur





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