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Mehr Veranstaltungen soziokultureller Einrichtungen

Karneval der Kulturen in Berlin, über dts Nachrichtenagentur

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Die soziokulturellen Einrichtungen in Deutschland bieten immer mehr Veranstaltungen an. Im Jahr 2017 gab es insgesamt rund 350.000, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch im neuen Spartenbericht „Soziokultur und Kulturelle Bildung“ mit. Im Jahr 2015 waren es noch rund 294.000 gewesen.

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Mit 65 Prozent waren 2017 kontinuierliche Angebote wie Kurse oder Workshops am häufigsten, gefolgt von Einzelveranstaltungen (23 Prozent) wie beispielsweise Konzerten oder Lesungen. Darunter fallen zum Beispiel Angebote der Kinder- und Jugendarbeit, der Nachbarschaftshilfe, kulturelle Bildungsangebote, aber auch Veranstaltungen zur Siedlungsentwicklung sowie Umweltprojekte. Die soziokulturellen Einrichtungen in Deutschland zählten im Jahr 2017 rund 13 Millionen Besuche bei ihren Veranstaltungen. Damit gab es durchschnittlich mehr als 35.000 Besuche pro Tag. Der Spartenbericht wurde im Auftrag der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie der Kultusministerkonferenz erstellt. Im Jahr 2017 waren 566 Mitgliedseinrichtungen in der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren organisiert, so die Statistiker. Dazu gehörten Einrichtungen aus allen Bundesländern außer Sachsen, das nicht Mitglied der Bundesvereinigung ist. In den soziokulturellen Einrichtungen waren 2017 rund 27.500 Personen aktiv. Die meisten von ihnen waren freiwillig Engagierte (36 Prozent) oder Ehrenamtliche (23 Prozent). Zu den übrigen 41 Prozent gehören unter anderem freie Honorarkräfte, sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, aber auch Praktikantinnen und Praktikanten sowie Personen im Freiwilligen Sozialen Jahr.

Foto: Karneval der Kulturen in Berlin, über dts Nachrichtenagentur

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1 Kommentar

  1. W. Lorenzen-Pranger
    4. März 2020 um 9.28

    „Die meisten von ihnen waren freiwillig Engagierte (36 Prozent) oder Ehrenamtliche (23 Prozent). Zu den übrigen 41 Prozent gehören unter anderem freie Honorarkräfte, sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, aber auch Praktikantinnen und Praktikanten sowie Personen im Freiwilligen Sozialen Jahr.“

    Klingt so schön abgehoben – oder? Bedeutet aber, daß auch hier, wie in allen kulturellen Bereichen im engeren Sinne, ganz einfach kaum Geld da ist. Ein Staat, der auf einen Seite ständig über Kultur faselt, aber in Wahrheit genau dort spart, darf sich über die Verrohung der Sitten kaum wundern.