Länder fordern mehr Geld für 49-Euro-Ticket
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Aus den Ländern kommt scharfe Kritik an den Plänen der Ampel für die Nachfolge des 9-Euro-Tickets. Grundsätzlich sei die Ankündigung begrüßenswert, „aber es bleibt dabei, dass der Bund das Nachfolgeangebot auch vollständig finanzieren muss“, sagte die Thüringer Ministerin für Infrastruktur, Susanna Karawanskij (Linke), dem „Spiegel“.
Ähnlich äußerte sich Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU). „Wenn der Bund zusätzlich tarifliche Entlastungen möchte, muss er sie auch selbst bezahlen“, sagte Bernreiter dem Nachrichtenmagazin. „So wie der Bund das gerade aufgleist und die Länder unter Druck setzen möchte, wird es nichts mit einer zeitnahen Umsetzung“. Der Bund müsse die Verkehrsunternehmen zunächst bei den explodierenden Energiepreisen unterstützen, forderte Bernreiter.
Sonst drohe eine Verschlechterung des Angebotes. „Was hilft ein günstiges Ticket, wenn gleichzeitig Verbindungen eingestellt werden müssen?“ Auch das Kabinett in Brandenburg sieht die Lage so. „Die zugesagten 1,5 Milliarden für einen 9-Euro-Ticket-Nachfolger sind schlicht zu kurz gegriffen“, hieß es laut „Spiegel“ aus dem Brandenburger Ministerium für Infrastruktur. Der Bund könne nicht einfach eine Zahl in den Raum stellen und gleichzeitig einen großen Teil der finanziellen Last den Ländern überhelfen.
Foto: Menschen in einer U-Bahn, über dts Nachrichtenagentur
BremenPolizei stellt Kfz-Aufbrecher in Bremen-Walle
NachrichtenGrüne Mitte fordern neue Koalitionsoptionen in Berlin
NiedersachsenFußgängerin bei Unfall auf L 503 zwischen Holle und Baddeckenstedt schwer verletzt
NachrichtenReichinnek kritisiert geplante Zuckersteuer als Belastung
NachrichtenDax am Mittag weiter freundlich – US-Inflationsdaten erwartet
NachrichtenDAK bezweifelt Zeitplan der Pflegekommission
