Kühnert sieht zu wenig Beweise für AfD-Verbotsverfahren

Kevin Kühnert (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert unterstützt nicht den aktuell diskutierten Antrag auf ein Verbot der AfD, für den sich Bundestagsabgeordnete verschiedener Fraktionen gefunden haben.

Aus seiner Sicht gebe es derzeit nicht genug Beweise für die Verfassungsfeindlichkeit der AfD, sagte Kühnert in der ntv-Sendung „Beisenherz“. Damit sei ein Verbotsverfahren zu riskant.

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Der Generalsekretär sagte: „Bei einem Verbot einer Partei geht es nicht darum, ob der Abgeordnete Kühnert die ablehnt oder für faschistoid hält, sondern ob Gerichten am Ende Beweise vorgelegt werden können, bei denen die sagen, das ist klar gegen die Verfassung gerichtet und deshalb sollten die verboten werden. Mir liegen solche Erkenntnisse im Moment nicht vor. Und daher würde ich sagen: Vorsicht an der Bahnsteigkante.“

Angesprochen auf die schwachen Umfragewerte für die SPD und für Bundeskanzler Scholz sagte Kühnert, dass seine Partei in den nächsten wenigen Monaten zu einem „überzeugenden Gesamtbild“ finden müsse. „Stand heute haben wir diese Aufstellung so nicht“, stellte Kühnert fest. Bundeskanzler, Parteivorstand und Fraktion müssten „in Vorleistung gehen und einen anderen, selbstbewussteren und zukunftsgewandteren Auftritt hinlegen, als wir das heute gerade machen.“ Nur so könnten Mitglieder begeistert und Wähler für die SPD gewonnen werden.

dts Nachrichtenagentur

Foto: Kevin Kühnert (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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