Nachrichten

Kubicki über Lauterbach: „Ändert alle zwei Tage seine Meinung“

Karl Lauterbach, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – FDP-Vize Wolfgang Kubicki übt scharfe Kritik an SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach. „Seine Idee ist es ja, den Lockdown bis zur Findung eines Impfstoffes beizubehalten – Das kann anderthalb bis zwei Jahre dauern“, sagte Kubicki dem Nachrichtenportal Watson. „Abgesehen davon ändert er alle zwei Tage seine Meinung.“

Anzeige

Viele Dinge, die Lauterbach gesagt habe, seien in der Vergangenheit unsinnig gewesen „und sind es jetzt immer noch“. Auch an der Bundesregierung übt Kubicki scharfe Kritik: „Die Bundeskanzlerin erweckt dauernd den Eindruck, dass sie bestimmen darf, wie 83 Millionen Menschen in Deutschland leben. Das ist infektionsrechtlich falsch“, sagte Kubicki und verwies auf die Zuständigkeit von Landesregierungen und Gesundheitsämtern vor Ort. Weiter erklärte Kubicki, dass ihm ein klares Ziel bei den aktuellen Corona-Maßnahmen der Bundesregierung fehle: „Es ist überhaupt nicht klar, wann der Shutdown enden soll und sämtliche Grundrechtsbeschränkungen aufgehoben werden.“ Eine Rückkehr zur Normalität bedeute auch, „dass die Krankenhäuser wieder mehr Patienten aufnehmen müssen. Es ist ein unhaltbarer Zustand, dass Operationen immer weiter verschoben werden und Menschen dadurch in der Gefahr stehen, nicht durch, sondern wegen Corona zu sterben.“ Auch ist Kubicki der Meinung, dass eine breitere wissenschaftliche Debatte über die Maßnahmen stattfinden müsse: „Die Zeit der Virologen und Epidemiologen ist vorbei. Jetzt brauchen wir die Hygieniker und Infektiologen. Mir ist völlig egal, wie das Virus aussieht, wir müssen verhindern, dass wir angesteckt werden.“

Foto: Karl Lauterbach, über dts Nachrichtenagentur

Vorheriger Artikel

Bundesnetzagentur besteht auf EU-Regulierung für Nord Stream 2

Nächster Artikel

Maschmeyer fürchtet "Gründer-Gau"

1 Kommentar

  1. Manfred Murdfield
    1. Mai 2020 um 10.10

    Einige bis alle Virologen haben im überraschenden Licht der Öffentlichkeit überall zu viele Wiederholungen des Grauens geübt. Ärzte haben die Pflicht, risikoarme Verhaltensweisen zu vermitteln. Das ist sinnvoll, aber nicht alleine der Lebensinhalt. So wenig ich die FDP-Politik befürworte, hier macht Herr Kubicki akzeptable Vorschläge.