Merz wettert vor Unternehmern gegen „Work-Life-Balance“
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat seine Forderung nach einer höheren Arbeitsleistung der Deutschen erneuert. „Mit Work-Life-Balance und 4-Tage-Woche lässt sich der Wohlstand in unserer Gesellschaft nicht erhalten“, sagte Merz am Mittwoch vor Unternehmern in Halle (Saale).
Unter Bezug auf ein höheres Renteneintrittsalter sagte der Kanzler, nicht das ganze Land bestehe „aus Dachdeckern und Fliesenlegern“. Es gebe genügend junge und gesunde Menschen, die mehr arbeiten könnten. Deutschland müsse mit mehr Arbeit zu einer höheren volkswirtschaftlichen Leistung kommen. Die Schweizer würden das auch hinbekommen, und er könne „keine tiefgreifenden genetischen Unterschiede“ erkennen. Deutschland sei im Übrigen ein „Hochsteuerland“ und die Steuern müssten gesenkt werden, aber auch die Arbeitskosten seien zu hoch.
In Bezug auf die aktuelle wirtschaftliche Lage zeigte sich der Kanzler nach mehreren Jahren Rezession verhalten hoffnungsvoll für das Jahr 2026. Die Inflationsrate sei unter zwei Prozent gesunken und es würden neue Arbeitsplätze in neuen Unternehmen entstehen, auch wenn anderswo Jobs verschwänden, so der Kanzler. Jetzt müsse man das Land „wieder fit machen, wieder wettbewerbsfähig machen“, sagte Merz.
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dts Nachrichtenagentur
Foto: via dts Nachrichtenagentur





1 Kommentar
Über rund zwei Jahrzehnte ging die Diskussion stets darum, daß durch technische / elektronische Innovationen der physisch arbeitenden Bevölkerung die Arbeit ausgehen würde. Finnland setzt das gerade zunehmend und bisher erfolgreich um. Hierzulande hat vor allem „die Industrie“ für jedermann sichtbar die notwendigen Innovationen der letzten zwanzig Jahre verpennt. Spätestens als das erste E-Auto aus europäischer Produktion vor rund dreizehn Jahren serienmäßig auf den Markt kam, hätte die ach so wichtige deutsche Auto-Industrie sofort reagieren müssen. Hat se aber nich.
Nur EIN Beispiel, das komplett schief gelaufen ist. Auch bei der Produktion selbst scheinen Innovationen zu fehlen – und nun sollen also die arbeitenden Bürger den Karren aus dem Sumpf ziehen, den die ach so großartigen „Wirtschaftsplaner“ planlos da hinein bugsiert haben?
Nee, Danke – daß es in diesem, vom Kanzler doch sonst so gepriesenem, Land auch auch dem „einfachen Burger“ gut gehen soll, wer wollte das bestreiten – außer er ist Kanzler und, wie immer, planlos.