Krankenhausgesellschaft sieht keinen Engpass in Kliniken
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Deutsche Krankenhausgesellschaft hat scharfe Kritik an dem Streit zwischen Bund und Ländern zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie geäußert. „Die derzeitige politische Kommunikation sorgt weder für Glaubwürdigkeit noch für Vertrauen in der Öffentlichkeit“, sagte der neue Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, der „Rheinischen Post“ (Donnerstagausgabe).
„Wenn der eine Ministerpräsident vor Inzidenzraten von 700 warnt und der andere sein gesamtes Bundesland zum Modellversuch erklärt, ist das aus meiner Sicht das genaue Gegenteil dessen, was die Bürgerinnen und Bürger von der Politik erwarten dürfen.“ Es fehle seit langem an einer gemeinsamen Strategie und Kommunikation, kritisierte Gaß und nahm zudem Mediziner in den Blick. „Ich bin auch davon überzeugt, dass die Schreckensszenarien, die aus dem Bereich der Intensivmedizin seit Tagen verbreitet werden, weder in der Politik noch in der Bevölkerung zu den damit wahrscheinlich beabsichtigten Reaktionen führen werden.“ Die Krankenhäuser würden nicht unmittelbar vor einer totalen Überlastung stehen, und durch gemeinsames und abgestimmtes Handeln der Politik sowie klare Kommunikation ließe sich ein solches Szenario aus seiner Sicht auch vermeiden, sagte Gaß.
Foto: Menschen mit Schutzmaske vor einem Krankenhaus, über dts Nachrichtenagentur
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