Kinderschutzbund verlangt dauerhafte Lohnfortzahlung für Eltern

Vater, Mutter, Kind, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Deutsche Kinderschutzbund fordert in der Coronakrise eine dauerhafte Lohnfortzahlung für Eltern, die wegen der Betreuung ihrer Kinder in der Krise nicht zur Arbeit gehen können. „Die Lohnersatzleistung für Eltern, die wegen der Kinderbetreuung in der Coronakrise nicht zur Arbeit gehen können, muss solange gelten, bis es in den Kitas und Schulen wieder einen ganz normalen Regelbetrieb gibt“, sagte der Präsident des Kinderschutzbundes, Heinz Hilgers, den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ (Dienstagsausgaben). Der sei „nach momentanem Stand auch nach den Sommerferien noch nicht absehbar“.

Es dürfe nicht nur um sechs oder zehn Wochen Lohnfortzahlung gehen. „Die Eltern brauchen eine verlässliche Lohnfortzahlung, bis die Krise vorbei ist“, so der Kinderschutzbund-Präsident weiter. Dass die Bundesliga wieder spiele und Kosmetikstudios wieder geöffnet hätten, „aber für diese einfache Frage noch keine Lösung gefunden wurde, spricht Bände. Die Große Koalition muss hier jetzt endlich liefern“, sagte Hilgers. Wer in der Coronakrise wegen der Betreuung kleiner Kinder nicht arbeiten kann, erhält bisher für sechs Wochen 67 Prozent des Nettoeinkommens. Die SPD hatte sich für eine Verlängerung des Zeitraums eingesetzt, hatte aber bislang noch kein Ergebnis erzielen können. Mittlerweile hat sich die CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer für eine Verlängerung des Zeitraums auf zehn Wochen ausgesprochen. „Das ist eine ziemlich willkürlich herausgegriffene Zahl, die mit dem Leben der Eltern wenig zu tun hat. Die Lohnfortzahlung muss entfristet werden“, sagte der Vorsitzende der Linken-Bundestagsfraktion, Dietmar Bartsch, den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ zum Zehn-Wochen-Vorschlag Kramp-Karrenbauers. Solange Kitas und Grundschulen nicht im Regelbetrieb seien, müsse es Lohnersatz geben können. Der Vorschlag von Kramp-Karrenbauer gebe den Eltern „kaum mehr Planungssicherheit“, so der Linken-Politiker.

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Foto: Vater, Mutter, Kind, über dts Nachrichtenagentur

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