Kinderhilfswerk verlangt Wiederauflage des Kinderbonus

Spielendes Kind, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Das Deutsche Kinderhilfswerk (DKHW) appelliert an die Bundesregierung, angesichts der Corona-Pandemie den Kinderbonus neu aufzulegen. „Der Kinderbonus wäre in der aktuellen Situation eine passende familienpolitische Leistung, der vielen Familien zu Gute kommt“, sagte Pressesprecher Uwe Kamp am Mittwoch der RTL/n-tv-Redaktion.

Anders als beim Kindergeld würden davon „auch Familien im Hartz-IV-Bezug“ profitieren. „Gleichzeitig wird der Kinderbonus mit dem Kinderfreibetrag verrechnet, sodass Spitzenverdiener hier keinen finanziellen Vorteil haben.“ Um möglichst viele sozial benachteiligte Familien zu unterstützen, fordert das DKHW, „dass neben allen Kindergeldempfängern diesmal auch Familien mit Kindern profitieren sollten, die im letzten Jahr beim Kinderbonus ausgegrenzt wurden, beispielsweise viele geflüchtete Familien“. Da sich abzeichne, dass es eine Rückkehr in den Alltag wie vor der Pandemie mit regelhaft geöffneten Kitas und Schulen auf unabsehbare Zeit nicht geben werde, bräuchte es laut Kamp viel weitergehende Unterstützungen für Kinder und ihre Familien.

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„Wenn Kinder gar nicht oder nur sehr eingeschränkt in der Schule sind, muss sichergestellt werden, dass sie Zuhause eine geeignete technische Ausstattung sowie wenn notwendig ergänzende individuelle Unterstützungsangebote vorfinden. Darum muss sich die Politik mit Hochdruck kümmern.“ Der Kinderhilfswerks-Vertreter wies darauf hin, dass geschlossene Schulen und Kitas vielfach auch den Wegfall des Mittagessens bedeuten würden, was von den Eltern wiederum kompensiert werden müsste. „Eine Zahlung von 300 Euro ist hier kurzfristig eine angemessene Hilfe, langfristig braucht es aber eine grundlegende Reform der Familienleistungen in Deutschland hin zu einer Kindergrundsicherung für alle Kinder.“

Foto: Spielendes Kind, über dts Nachrichtenagentur

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