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Kinderärztepräsident wirft Politik Versagen bei Coronavirus vor

Spielendes Kind, über dts Nachrichtenagentur

Köln (dts Nachrichtenagentur) – Kinder- und Jugendärztepräsident Thomas Fischbach hat der Politik Versagen im Umgang mit der Coronavirus-Krise vorgeworfen. Noch immer fehle Schutzmaterial. „Es ist das Versagen der Politik, dass hier nicht vorgebaut worden ist. Die Pandemiepläne der Behörden existieren offenbar nur auf dem Papier“, sagte der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

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Fischbach reagierte empört auf Forderungen der Gesundheitsminister aus Berlin und NRW, die Ärzte selbst müssten Material in ihren Praxen horten. „Die Forderung ist eine Frechheit, und wir weisen sie aufs Schärfste zurück“, so Fischbach. Eine Pandemie sei ein allgemeines gesundheitsbedrohendes Ereignis, so der Kinder- und Jugendärztepräsident. „Die Bevölkerung davor zu schützen ist die Aufgabe des Katastrophenschutzes und der staatlichen Organe. Wenn die Gesundheitsminister der Länder das jetzt auf die Ärzte abwälzen, ist das ein Unding.“

Foto: Spielendes Kind, über dts Nachrichtenagentur

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1 Kommentar

  1. Dietmar Purschke
    31. März 2020 um 14.15 — Antworten

    Der Meinung des Kinder- und Jugendärztepräsidenten Thomas Fischbach ist absolut zuzustimmen, insbesondere die nicht vehement genug formulierte Kritik gegenüber der Bundesregierung. Es stellt sich jedem doch die Frage, ob das Leben beispielsweise von Menschen in Altenheimen, die Deutschland aufgebaut haben, weniger wert ist als das der zugewanderten Flüchtlinge, wofür diese linkslastige, kapitalorientierte Bundesregierung immerhin 50.000.000.000 – fünfzig Milliarden – Euro jährlich auszugeben bereit ist, während dieselbe CDU-geführte Bundesregierung im Wissen des Umstandes, dass für den Katastrophenfall weder genügend Beatmungsgeräte noch ausreichend Atemschutzmasken, Desinfektionsmittel usw. für die Ärzteschaft in ihren Praxen und Kliniken vorhanden sind. Da sterben die alten und älteren Menschen wie die Ratten, während es einer Bundesregierung ein Anliegen ist, milliardenschwer Grundschulen usw. „zu digitalisieren“: Verantwortungsloser kann eine Bundesregierung nicht handeln bzw. verwerflicher durch gefährlichstes Unterlassen glänzen.

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