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Bundesregierung will Unternehmen „unbegrenzt“ Liquidität anbieten

500-Euro-Geldscheine, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundesregierung will durch die Corona-Krise ins Straucheln kommende Unternehmen „unbegrenzt“ mit Liquidität ausstatten. Das kündigten Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) am Freitag gemeinsam an. Unter anderem sollen die Bedingungen für den KfW-Unternehmerkredit und ERP-Gründerkredit gelockert werden, indem Haftungsfreistellungen für Betriebsmittelkredite erhöht und die Instrumente auch für Großunternehmen mit einem Umsatz von bis zu zwei Milliarden Euro geöffnet werden.

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Durch höhere Risikoübernahmen in Höhe von bis zu 80 Prozent für Betriebsmittelkredite bis 200 Millionen Euro soll die Bereitschaft von Hausbanken für eine Kreditvergabe angeregt werden. Für das Programm für größere Unternehmen wird die bisherige Umsatzgrenze von zwei Milliarden Euro auf fünf Milliarden Euro erhöht. Für Unternehmen mit mehr als fünf Milliarden Euro Umsatz erfolge eine Unterstützung wie bisher nach Einzelfallprüfung, hieß es in der Erklärung. Finanzämter werden zudem angewiesen, Stundungen zu erleichtern und „dabei keine strengen Anforderungen zu stellen“. Auch der Zeitpunkt der Steuerzahlung könne hinausgeschoben, Vorauszahlungen leichter angepasst werden. Auf Vollstreckungsmaßnahmen sollen die Finanzämter bis zum Ende des Jahres verzichten, solange der Steuerschuldner von den Auswirkungen des Corona-Virus betroffen ist. „Wir haben die finanzielle Kraft, diese Krise zu bewältigen. Es ist genug Geld da und wir setzen es ein“, sagte der Finanzminister. Es würden „alle notwendigen Maßnahmen, um Beschäftigte und Unternehmen zu schützen – darauf kann sich jede und jeder verlassen.“

Foto: 500-Euro-Geldscheine, über dts Nachrichtenagentur

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1 Kommentar

  1. W. Lorenzen-Pranger
    13. März 2020 um 13.31 — Antworten

    „Es würden „alle notwendigen Maßnahmen, um Beschäftigte und Unternehmen zu schützen – darauf kann sich jede und jeder verlassen.“

    O.K. – ich lese das so, daß große Firmen noch einmal kräftig, ja annähernd unbegrenzt, subventioniert werden, während kleine, und hier besonders der freie Kulturbetrieb, im Regen stehen. War nicht gerade auf n-tv die Rede davon, Firmen eventuell auch staatlich überrnehmen zu wollen?
    All das sollte der Bürger sehr, sehr kritisch begleiten, denn das könnte immerhin in chinesischen Zutänden, vor allem was die staatliche Kontrolle über Kultur und Wirtschaft angeht, enden.

    >“1984“: Big Brother Is Watching You | George Orwell, Simon Prebble | ISBN: 9781433202469 | <

    "Welt am Draht" 1973 ‧ Fantasy/Mystery ‧ 3h 34m Regie: R. W. Faßbinder (Der seriösere Vorläufer zu Matrix)

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