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Importpreise bleiben auf niedrigem Niveau

Container, über dts Nachrichtenagentur

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Die Importpreise in Deutschland sind im Mai 2020 um 7,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gesunken. Die Veränderungsrate hatte im April 2020 gegenüber dem Vorjahr bei -7,4 Prozent gelegen, im März 2020 bei -5,5 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag mit. Gegenüber dem Vormonat April 2020 stiegen die Importpreise im Mai um 0,3 Prozent.

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Der Rückgang der Importpreise gegenüber Mai 2019 war vor allem durch die Entwicklung der Einfuhrpreise für Energie beeinflusst. Energieeinfuhren waren im Mai 2020 um 50,6 Prozent billiger als im Mai 2019, wiesen aber gegenüber April 2020 ein deutliches Plus auf (+9,0 Prozent), nachdem sie seit Jahresbeginn im Vormonatsvergleich kontinuierlich gefallen waren. Den größten Einfluss auf die Jahresveränderungsrate für Energie hatte Erdöl mit einem Minus von 59,8 Prozent. Gegenüber April 2020 wurde es 34,2 Prozent teurer. Die Preise für Mineralölerzeugnisse lagen 48,5 Prozent unter denen von Mai 2019 (+8,1 Prozent gegenüber April 2020). Die Preise für Erdgas fielen im Vorjahresvergleich um 40,9 Prozent (-8,8 Prozent gegenüber April 2020). Nachdem insbesondere die Preise für Erdöl aufgrund der Corona-Pandemie und der geopolitischen Lage eingebrochen waren, konnten im Mai deutliche Preissteigerungen beobachtet werden. Vom Preisniveau vor der Krise sind sie allerdings noch weit entfernt, so die Statistiker. Der Einfuhrpreisindex ohne Energie war im Mai 2020 um 1,3 Prozent niedriger als im Mai 2019 (-0,2 Prozent gegenüber April 2020). Lässt man nur Erdöl und Mineralölerzeugnisse außer Betracht, lag der Einfuhrpreisindex um 2,8 Prozent unter dem Stand des Vorjahres (-0,4 Prozent gegenüber April 2020). Die Preise für importierte Vorleistungsgüter sanken im Mai 2020 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,8 Prozent und gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent. Im Vergleich zu Mai 2019 verbilligten sich unter anderem Holz- und Zellstoff (-17,9 Prozent), Kunststoffe in Primärformen (-14,6 Prozent), Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen (-7,7 Prozent) sowie elektronische Bauelemente (-5,3 Prozent). Dagegen lagen die Preise für Edelmetalle und Halbzeug daraus nach wie vor erheblich über dem Niveau des Vorjahresmonats (+28,5 Prozent), auch wenn sie gegenüber dem Vormonat um 0,8 Prozent sanken. Die Preise für importierte Investitionsgüter lagen im Mai 2020 um 0,1 Prozent unter denen von Mai 2019. Gegenüber dem Vormonat April 2020 stiegen sie um 0,1 Prozent. Während unter anderem Tablets (-11,0 Prozent) und Smartphones (-10,0 Prozent) billiger waren, wurden Kraftwagen und Kraftwagenmotoren zu 1,6 Prozent höheren Preisen als im April 2019 importiert. Mess-, Kontroll-, Navigations- und ähnliche Instrumente und Vorrichtungen waren 1,5 Prozent und Maschinen 0,9 Prozent teurer als im Vorjahresmonat. Gebrauchsgüter waren im Vergleich zum Vorjahr 0,6 Prozent teurer (+0,1 Prozent zum Vormonat). Die Importpreise für Verbrauchsgüter stiegen um 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr, fielen aber krisenbedingt gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozent. Insbesondere Fleisch- und Fleischerzeugnisse waren im Mai 2020 im Vormonatsvergleich wegen des Überangebots deutlich billiger als im April 2020 (-4,3 Prozent). Die Einfuhrpreise für landwirtschaftliche Güter lagen 3,7 Prozent höher als im Mai 2019 (-2,7 Prozent gegenüber dem Vormonat). Während insbesondere Tafeltrauben (+25,2 Prozent) und Zitrusfrüchte (+25,0 Prozent) deutlich teurer waren als vor einem Jahr, wurde vor allem Naturkautschuk (-15,1 Prozent) sowie Wurzel-, Zwiebel- und Knollengemüse (-16,6 Prozent) zu niedrigeren Preisen importiert. Der Index der Ausfuhrpreise Ausfuhrpreise lag im Mai 2020 um 1,2 Prozent unter dem Stand von Mai 2019. Einen stärkeren Preisrückgang gegenüber dem Vorjahr hatte es letztmalig im Juli 2016 (-1,5 Prozent) gegeben. Im April 2020 hatte die Jahresveränderungsrate bei -1,1 Prozent und im März 2020 bei -0,5 Prozent gelegen. Gegenüber dem Vormonat April 2020 fielen die Ausfuhrpreise im Durchschnitt um 0,2 Prozent.

Foto: Container, über dts Nachrichtenagentur

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