Immobilienwirtschaft und Mieterbund kritisieren Dezemberhilfe

Heizung, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Mieterbund und Immobilienwirtschaft fürchten ein Verwaltungschaos durch die gerade erst beschlossene Dezemberhilfe zur Entlastung von Gaskunden. Die getroffenen Regelungen seien sehr kompliziert und gerade für Mieter kaum transparent, sagte Mieterbund-Bundesdirektorin Melanie Weber-Moritz dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Dienstagausgaben).

Weber-Moritz kritisierte, dass laut Gesetz der Entlastungsbetrag für Mieter nicht gesondert ausgewiesen werden muss. „Damit steigt die Fehler- und Missbrauchsanfälligkeit, gerade bei so einer komplizierten Berechnung wie jetzt vorgesehen“, warnte die Mieter-Schützerin. Auch die Immobilienwirtschaft hält die Regelungen für zu kompliziert, um sie bis Dezember umsetzen zu können. Es gebe „technische und rechtliche Gründe“, die dazu führen würden, dass nicht alle Vermieter die Entlastung sofort weitergeben könnten, warnte Axel Gedaschko, Präsident des Wohnungswirtschaftsverbands GDW. Betroffen seien etwa Vermieter, die die Nebenkosten mittels SEPA-Lastschrift einziehen. Er hoffe darauf, dass möglichst viele Mieter auf den kurzfristigen Rabatt durch die Sonderregel verzichten, und stattdessen darauf setzen, mit dem Geld die im kommenden Jahr fällige üppige Nachzahlung zu dämpfen. „Wir empfehlen, diesen Betrag stehen zu lassen, damit das dicke Ende nicht mit der Abrechnung kommt, sondern dass die Nachzahlung um diesen Betrag verringert wird“, sagte Gedaschko. Kai Warnecke, Präsident von Haus und Grund, kritisierte, dass es bei der Dezemberhilfe mehr um Symbolpolitik als um ein durchdachtes Konzept gehe. „Die jetzige Regelung ist vor allem ein verzweifelter Versuch, ein Signal an die Bürger zu senden“, sagte er.

Anzeige

Foto: Heizung, über dts Nachrichtenagentur

Mehr aus diesem Ressort
NachrichtenSorge um Norwegens König – Store sagt Deutschland-Besuch ab –NachrichtenGrünen-Ostbeauftragter will Schließung des Russischen HausesNachrichtenForsa: Mehrheit lehnt AfD-Forderungen in Sachsen-Anhalt ab
StartseiteKommentieren
Weitere Artikel
NachrichtenBericht: Koalition will Tabaksteuer stärker erhöhen als geplantNachrichtenWarken kündigt Übergangsfristen bei Aus der Rente mit 63 anNiedersachsenEinbruch in Oyten und mehrere Unfälle im Landkreis VerdenNachrichtenLinke legt Rechtsgutachten für bundesweiten Mietendeckel vorNachrichtenCSU-Landesgruppenchef: Härtefallregelung bei Rente mit 63 nötigNachrichtenWarken: Linnemanns Pflege-Vorstoß hat Berechtigung
StellenmarktJobs in OldenburgAktuelle Stellenangebote aus Oldenburg und der Region.LokalesNachrichten aus OldenburgAlle Meldungen aus der Stadt auf einen Blick.Immer informiertWhatsApp-KanalDie wichtigsten Nachrichten direkt aufs Handy.MenschenOldenburger/in des MonatsJeden Monat ein besonderes Gesicht der Stadt.
Im FokusTopthemenKommunalwahl 2026StadionneubauCäcilienbrücke
Social MediaFolge unsFacebookInstagramYouTubeTikTok