Gysi hält gemeinsame Verschuldung Europas für unausweichlich

Gregor Gysi, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der ehemalige Vorsitzende der Linken-Bundestagsfraktion, Gregor Gysi, hält eine gemeinsame Verschuldung Europas für unausweichlich. Man sei jetzt in der Pflicht gegenüber Spanien und Italien, sagte Gysi am Mittwoch. „Anders geht es gar nicht“, so der Linken-Politiker weiter.

Euro-Bonds seien „keine schlechte Idee, aber das lehnen Deutschland und Österreich ab“. Deshalb werde man jetzt „Hilfskrücken“ erleben. „Und über die Hilfskrücken haben wir dann doch gemeinsame Schulden, auch wenn es geleugnet wird“, sagte Gysi. Der Euro bringe auch Verpflichtungen mit sich. „Man kann nicht eine gemeinsame Währung für eine ganze Zahl von Staaten einführen und dann sagen: ‚Aber gemeinsame Schulden gibt‘s nicht`. Das läuft so nicht“, so der frühere Linksfraktionschef. Das sei eine Illusion. „Alle wollen die Vorteile der EU haben und sehen viel zu wenig die Pflichten die damit verbunden sind. Letztlich verdienen wir an der EU, das dürfen wir nie vergessen“, sagte Gysi.

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Foto: Gregor Gysi, über dts Nachrichtenagentur

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