Nachrichten

Grütters erwartet keinen „Kahlschlag“ in Kunst- und Kulturszene

Monika Grütters, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) sieht die Kunst- und Kulturszene Deutschlands durch die Coronakrise nicht grundsätzlich in ihrer Existenz bedroht. „Es wird Verluste geben, aber einen Kahlschlag sehe ich nicht“, sagte Grütters der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Sie gehöre nicht zu denen, „die Abgesänge auf die Kultur anstimmen“.

Anzeige

Kultur sei kein Luxus, den man sich nur in guten Zeiten leiste. „Sie gehört zum Wesenskern unserer Gesellschaft und wird sehr schnell wieder sehr stark nachgefragt werden. Es hat schon viele größere Angriffe auf unsere Kulturlandschaft gegeben als diesen jetzt“, sagte die Staatsministerin der NOZ. Auch Künstler könnten von den Hilfsprogrammen der Bundesregierung profitieren, etwa Zuschüsse beantragen, so Grütters. „Ich habe noch nie eine so große Solidarität und Einsicht in die Bedeutung der Kultur- und Kreativwirtschaft in der gesamten Regierung erlebt wie jetzt.“

Foto: Monika Grütters, über dts Nachrichtenagentur

Vorheriger Artikel

Altmaier für Kürzung von Managergehältern in geretteten Unternehmen

Nächster Artikel

Ex-NRW-Verfassungsrichter hält Epidemiegesetz für verfassungswidrig

1 Kommentar

  1. W. Lorenzen-Pranger
    1. April 2020 um 13.04

    „Es hat schon viele größere Angriffe auf unsere Kulturlandschaft gegeben als diesen jetzt“, sagte die Staatsministerin der NOZ.“

    So? Schade, daß Frau Grütters nicht sagt, wann das denn gewesen sein soll. Meiner Einschätzung nach kommt wohl da nur die Nazi-Zeit in Frage. So ensteht der Eindruck, daß hier beschwichtigt werden soll – und das dann auch noch in einer extrem fragwürdigen Art. Und das wars denn auch.
    Die vom Bund „angebotenen“ Hilfen werden ganz klar die ganz kleinen und am Anfang stehenden Künstlerkollegen ganz sicher nicht erreichen – zumal der „Mißbrauch“ ja auch noch sofort drastische Strafen nach sich ziehen soll. Wer PROFESSIONELLE künstlerische Tätigkeit nicht eindeutig nachweisen kann – was heißt hier eigentlich „professionell“, war ein van Gogh ein Profi ? – wird sich nicht einmal trauen, auf solche „Hilfen“ auch nur zu hoffen. Da bleibt dann der Hinweis vom Finanzminister auf das „funktionierede Sozialsystem“, sprich Hartz IV. Schon seit der Sozialhilfe die einzige „Künstlerförderung“, die wirklich immerhin mal halbwegs gut funktioniert.
    Diese Frau, so hat man immer noch den Eindruck, kennt offensichtlich nur die drei Prozent (!) der Künstler, die von ihrer Arbeit kontinuierlich gutbürgerlich oder besser leben können – und einen Steuerberater beschäftigen. (Stand 1975! Es ist seither nicht besser geworden, eher schlechter.)