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Gesundheitsminister fordert bessere Risiko-Vorsorge des Staates

Krankenhausflur, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat eine bessere Vorsorge des Staats für Gesundheitsrisiken gefordert. Es reiche nicht, Pläne zu haben, sagte Spahn dem „Spiegel“. Man müsse sie auch regelmäßig üben – so wie beim Brandschutz.

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„Das fängt schon damit an, dass das Robert-Koch-Institut und die Gesundheitsämter vor Ort die Zusammenarbeit künftig so verstetigen, dass im Ernstfall sofort alles reibungslos klappt.“ Der Staat müsse dafür neue Strukturen schaffen. „Für Finanzrisiken gibt es seit der Eurokrise in Europa Mechanismen und Strukturen.“ Für Sicherheitsrisiken gebe es die NATO und andere Kooperationen. „Aber für Gesundheitsrisiken fehlt das.“ Da brauche man neue Strukturen – in Europa, auf nationaler Ebene und bei den Gesundheitsbehörden vor Ort, so Spahn. Der Gesundheitsminister mahnte an, sich auf verschiedene Szenarien vorzubereiten. „Experten warnen zunehmend auch vor Bakterien.“ Wenn die Resistenzen gegen Medikamenten zunähmen, seien diese Szenarien mindestens so erschreckend wie die zu neuen Viren, so Spahn. „Wir werden in Zukunft häufiger mit Pandemien rechnen müssen. Auch der Bioterrorismus ist eine reelle Gefahr.“

Foto: Krankenhausflur, über dts Nachrichtenagentur

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