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FDP-Generalsekretärin hält Maskenpflicht für vertretbar

Mann mit Atemschutzmaske, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – FDP-Generalsekretärin Linda Teuteberg hält eine Schutzmasken-Pflicht in der Coronakrise für vertretbar. „Aus liberaler Sicht hätte ich kein Problem mit einer gut begründeten Regel, die besagt: Jeder muss fürs Erste einen Mund-Nasen-Schutz tragen, damit wir uns in diesem Land wieder freier bewegen können“, sagte sie dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Montagsausgaben). Teuteberg führte aus, bei der Suche nach Wegen zur Rückkehr müsse in Etappen gedacht werden.

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„Schulen werden den Anfang machen müssen, wenn es um die Rückkehr zur Normalität geht“, sagte sie. „Unter dem Unterrichtsausfall leiden doch gerade die Schüler und deren Bildungschancen besonders, deren Eltern sie nicht selbst unterrichten und eine Hausbibliothek vorhalten können.“ Auch Produktion, Handel und Dienstleistungen müssten oben auf der Liste stehen. „Unsere Wirtschaft muss so schnell wie möglich wieder atmen können“, sagte Teuteberg. „Nur so können wir auf Dauer auch unsere medizinische Versorgung finanzieren.“ Hochautomatisierte Produktion berge zum Beispiel geringe Infektionsrisiken. „Reine Freizeitvergnügen werden am ehesten warten müssen.“ Mit Blick beispielsweise auf den Besuch im Fußballstadion bedeutet das aus Teutebergs Sicht: „So schmerzlich das für Fans ist: Ein Fußballspiel im Stadion ansehen zu können, ist ein Freizeitvergnügen und hat nicht oberste Priorität, wenn es um die Rückkehr zur Normalität geht. Ich vertraue darauf, dass die Menschen das verstehen.“

Foto: Mann mit Atemschutzmaske, über dts Nachrichtenagentur

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