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Schwesig verteidigt Reisebeschränkungen in Mecklenburg-Vorpommern

Strandkorb, über dts Nachrichtenagentur

Schwerin (dts Nachrichtenagentur) – Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat die Eingriffe in die Bewegungsfreiheit ihres Landes angesichts der Coronakrise verteidigt. „Ostern ist normalerweise die Zeit, in der wir rausgehen, in der sich die Familien treffen, in der man Reisen unternimmt. All das ist in diesem Jahr wegen Corona nicht möglich“, sagte sie dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Montagsausgaben).

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Darum könnten auch „nicht alle an die Ostsee fahren“. Die Bürgermeister „insbesondere der Inseln und der Ostseeküste“ seien „in Sorge, dass es trotz der Reisebeschränkungen in der Osterzeit bei Sonnenschein einen hohen Reiseverkehr zur Ostsee gibt“, fügte Schwesig hinzu. Denn weder die geschlossene touristische Infrastruktur noch das Gesundheitssystem des Landes seien in der Coronakrise darauf eingerichtet. „Deshalb haben wir klare Regeln aufgestellt“, so die SPD-Politikerin. „Es geht uns um die Sicherheit der Bevölkerung und der Gäste.“ Nach der Krise seien alle Touristen wieder sehr willkommen. Mecklenburg-Vorpommern ist eines der Bundesländer mit den strengsten Regeln. Ferienwohnungen etwa dürfen dort nur von ihren Besitzern genutzt werden, wenn sie auch dort ihren Hauptwohnsitz haben. Eigentümern aus anderen Bundesländern bleiben Einreise und Nutzung weiterhin verboten. Das wird an den Landesgrenzen kontrolliert. Über die Osterfeiertage sind Tagesausflüge zu beliebten Badeorten an der Küste oder in der Seenplatte überdies allen Bürgern, also auch denen aus Mecklenburg-Vorpommern selbst, und nicht nur Auswärtigen untersagt. Mit 32 Infizierten je 100.000 Einwohnern ist Mecklenburg-Vorpommern im Vergleich der 16 Bundesländer bisher am wenigsten von der Pandemie betroffen.

Foto: Strandkorb, über dts Nachrichtenagentur

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3 Kommentare

  1. Jens Voigt
    15. April 2020 um 21.45

    Danke Frau Schwesig,

    sie glauben daß wir nach der Coronakrise wiederkommen,wohl kaum ,ich hoffe daß Sie als Ministerpräsidentin,die Wahrung des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland im Blick haben,ich als Auswärtiger mit Zweitwohnsitz auf der Insel Poel werde nicht zu meinem Eigentum gelassen,das ist entwürdigend,Steuern ,Kommunalbeiträge kassiert doch MPV auch,ich habe den Glauben an Sie und unsere Rechtsstaatlichkeit verloren,die Konsequenzen tragen leider die falschen Leute.Sie haben Deutschland wieder erfolgreich geteilt,dafür Danke und ich hoffe der Wähler wird es Ihnen ebenso danken ,wenn die Urlauber ausbleiben und eine weitere Stornierungswelle Ihr Land ereilt.Ich hätte mir von einer Landesregierung ,die Teil der Bundesrepublik ist,eine überlegtere Strategie erhofft,aussperren ging schon einmal schief.

    MFG Jens Voigt

  2. W. Lorenzen-Pranger
    16. April 2020 um 0.38

    „Denn weder die geschlossene touristische Infrastruktur noch das Gesundheitssystem des Landes seien in der Coronakrise darauf eingerichtet.“

    Wie bitte? Wenn man Ferienhäuser, Ferienwohnungen, baut und teuer verkauft, dann muß man doch wohl damit rechnen, daß dort auch jemand ganz oder teilweise lebt. So jemand kann natürlich auch mal erkranken, ob nun „Corona“ oder Herzinfarkt – oder was auch immer Folglich muß dann eben auch, man holt ja diese Leute in die Gemeinden um an ihnen zu verdienen, die Infrastruktur angepasst werden. Zumindest Krankenhausbetten sollten dann ausreichend zur Verfügung stehen, schließlich ist die Gemeinde ja faktisch größer geworden.Und es ist egal ob auf Amrum, Sylt oder Fehmarrn oder Usedom und Poel, sie treiben alle das gleiche Spielchen – kassieren ohne zu reinvestieren.
    Planerisch sind auch hier deutsche Politiker alle mal wieder weit hinterm Mond.

  3. Helmut Sobe
    29. April 2020 um 16.37

    ich möchte mitte Juni zu einem Privatbesuch nach Wismar. Leider findet man keine konkreten und neuesten Nachrichten über Reiseverbote oder ähnliches für diese Region. Es währe schön, dieses zu ändern um Verwirrungen oder Verfehlungen zu vermeiden. Die vorliegenden Informationen sind zu dem veraltet und beziehen sich nur auf die Zeit um Ostern. Also, ihr Allmächtigen, legt euch ins Zeug und informiert zeitnah.