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FDP fordert erhöhte Corona-Test-Kapazitäten in Schulen

Stühle im Flur einer Schule, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die FDP dringt darauf, dass Schulen und Kitas möglichst schnell für den Normalbetrieb geöffnet werden, und fordert erhöhte Kapazitäten für freiwillige Corona-Tests in den Schulen. „Um aufflammendes Infektionsgeschehen so schnell wie möglich zu erkennen, müssen Testkapazitäten für Kitas und Schulen freigemacht werden“, heißt es in einem Positionspapier der stellvertretenden FDP-Fraktionschefin und Vize-Parteivorsitzenden Katja Suding, über das die Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ in ihren Mittwochausgaben berichten. „Freiwillige Tests von Kindern, Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften können steigende Fallzahlen sichtbar machen und helfen, lokale Ausbrüche unverzüglich durch personenbezogene Isolation einzudämmen“, schreibt Suding, im Fraktionsvorstand für die Themen Familie und Bildung zuständig, in dem Papier mit dem Titel „Kindern ihr Recht auf Bildung zurückgeben – auch in schwierigen Zeiten“.

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Es sei „absolut unverhältnismäßig“, mit einem bundesweiten Schul- und Kitabetrieb zu warten bis ein Impfstoff gefunden werde, so Suding. „Unsere Kinder haben ein Recht auf Bildung – auch in Zeiten geschlossener Kitas und Schulen“, schreibt die FDP-Politikerin. „Es darf daher keine Frage sein, ob Schulen und Kitas so schnell wie möglich wieder regulär öffnen, sondern es muss darum gehen, wie die Schulen das bewerkstelligen.“ Und weiter: „Mit jedem Tag, an dem Kindern ihr Recht auf Bildung versagt wird, schrumpfen ihre Zukunftschancen.“ Jeder weitere Tag fordere Eltern neu heraus, viele seien überfordert. Suding plädiert für „Hygienekonzepte, die weitestgehend ohne Maskenpflicht im Unterricht auskommen“: Versetzte Pausenzeiten, Vermeidung von direktem Kontakt, regelmäßiges Lüften und Händewaschen sollten die vorrangigen Hygienemaßnahmen bilden, so Suding. „Auch die Ausweitung der Räumlichkeiten wäre eine Möglichkeit, zum Beispiel in Bildungszentren, Bibliotheken oder, bei gutem Wetter, auf dem Schulhof, in den Parks und in Stadien. Falls Schulen aufgrund hoher Infektionszahlen erneut schließen müssen, muss ein funktionierendes Konzept zur Verfügung stehen, das vor allem die Möglichkeiten des digitalen Lernens in den Vordergrund stellt.“ Zu einem erneuten Unterrichtsausfall dürfe es nicht kommen. Suding fordert, für benachteiligte Kinder müssten zusätzliche Lernkonzepte erarbeitet werden. „Sie sollten bevorzugt in den Unterricht vor Ort geschickt werden.“ Wenn dies nicht möglich sei, müsse sichergestellt werden, „dass sie digitale Geräte zur Teilnahme am virtuellen Unterricht von zu Hause aus nutzen können“. Die FDP-Politikerin fordert zudem ein „unbürokratisches Antragssystem“ für den Digitalpakt und eine bessere Lehrerfortbildung in Sachen Digitalisierung.

Foto: Stühle im Flur einer Schule, über dts Nachrichtenagentur

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