DIW kritisiert Lindners Festhalten an Schuldenbremse

Schuldenuhr, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, hat das Festhalten von Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) an der Schuldenbremse kritisiert. „Die Bundesregierung muss jetzt Farbe bekennen“, sagte er dem „Handelsblatt“ (Montagsausgabe).

Sie müsse klären, „ob sie in dieser Krise die Schuldenbremse über die Bedürfnisse von Menschen mit geringen Einkommen stellen will“. Lindner hatte zuvor erklärt, dass sich weitere Entlastungsmaßnahmen „zwingend im Rahmen der Schuldenbremse bewegen“ müssten. „Bei einer offenen und transparenten Verrechnung der Schulden ist die Einhaltung der Schuldenbremse für 2023 schon jetzt unmöglich“, sagte Fratzscher dazu. Ifo-Chef Clemens Fuest wies hingegen darauf hin, dass die Eingriffsmöglichkeiten des Staates bei Entlastungen für Bürger begrenzt seien.

Anzeige

Der Staat könne wachsende Lasten durch Energiepreise nicht aus der Welt schaffen, sondern nur umverteilen, sagte Fuest dem „Handelsblatt“. Daraus folge, dass der Staat höchstens einige Bürger entlasten könne und dann andere belasten müsse, „sodass Letztere nicht nur die Kosten höherer Energiepreise selbst tragen, sondern die Entlastung der anderen zusätzlich finanzieren“.

Foto: Schuldenuhr, über dts Nachrichtenagentur

Mehr aus diesem Ressort
NachrichtenCDU droht SPD bei Links-Bündnis in Berlin mit „Reaktionen“NachrichtenHoppermann drängt SPD bei Rentenreform zur EileNachrichtenGrüne warnen vor steigenden Kosten durch Pflegereform
StartseiteKommentieren
Weitere Artikel
NachrichtenLinke nennt Linnemanns Pflege-Kürzungspläne „völlig absurd“NachrichtenRassemblement National erzielt Zugewinne bei Senats-TeilwahlenSportNations League: Deutschland verliert gegen GriechenlandNiedersachsenMotorradfahrerin stirbt bei Unfall auf B 72 in Aurich-SchirumNiedersachsenBelit Onay gewinnt Stichwahl um Oberbürgermeisteramt in HannoverNachrichtenPantisano: Linke ist keine antisemitische Partei

Anzeige

StellenmarktJobs in OldenburgAktuelle Stellenangebote aus Oldenburg und der Region.LokalesNachrichten aus OldenburgAlle Meldungen aus der Stadt auf einen Blick.Immer informiertWhatsApp-KanalDie wichtigsten Nachrichten direkt aufs Handy.MenschenOldenburger/in des MonatsJeden Monat ein besonderes Gesicht der Stadt.
Im FokusTopthemenKommunalwahl 2026UOdMVerkehrFilmfest
Social MediaFolge unsFacebookInstagramYouTubeTikTok