DIW-Chef: Enteignungen wären „schwerwiegender Fehler“

Foto: via dts Nachrichtenagentur
Die Enteignung von Wohnungskonzernen in Berlin wäre nach Einschätzung des Präsidenten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, ein „schwerwiegender Fehler“. Eine Vergesellschaftung würde letztlich die große Mehrheit der Mieten erhöhen und noch weniger Wohnraum schaffen, sagte Fratzscher den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“.
Zudem würden die Kosten der Enteignung dazu führen, dass die Stadt Berlin noch weniger Geld für Investitionen in Schulen und gute Infrastruktur habe. Alle würden einen hohen Preis einer schlechteren Daseinsvorsorge bezahlen, erklärte der DIW-Chef.
Die Debatte ist ein großes Thema im Berliner Wahlkampf. Der Berliner Landesverband der Linkspartei hat sich zum Ziel gesetzt, große Wohnungskonzerne zu vergesellschaften. In einer jüngsten Forsa-Umfrage liegt die Partei vorn. Andere Parteien wie die CDU sind strikt gegen Enteignungen.
„Berlin hat ein großes Wohnungsproblem und die steigenden Mieten sind inakzeptabel“, hob Fratzscher hervor. Die Lösung liege aber in „kluger Regulierung und einer deutlichen Ausweitung des Wohnungsangebots“, nicht in Enteignungen.
NachrichtenGrünen-Spitzenkandidat bevorzugt Koalition mit Linken
NachrichtenJapanische Künstlerin Yayoi Kusama mit 97 Jahren gestorben
NachrichtenTrading Hub Europe: Gasmangellage im Süden Deutschlands möglich
NachrichtenSPD will Erbschaftsteuerreform noch in dieser Wahlperiode
NachrichtenGrünen-Spitzenkandidat will Wohnungskonzerne enteignen
NachrichtenBeamtenbund: 631.000 Stellen im öffentlichen Dienst unbesetzt
