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Diakonie-Präsident nennt Bundestagswahlkampf „erstaunlich lauwarm“

Wahlplakate von Grünen und SPD zur Bundestagswahl 2021, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Diakonie-Präsident Ulrich Lilie hat die Parteien im Bundestagswahlkampf dazu aufgerufen, soziale, ökologische und wirtschaftliche Fragen stärker in den Zusammenhang zu setzen. „Wir müssen dafür sorgen, dass der Kampf gegen den Klimawandel und die Maßnahmen für mehr Klimaschutz nicht dazu führen, dass wir neue soziale Verlierer produzieren“, sagte Lilie der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“.

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Als Beispiele nannte Lilie Klimasanierungen im Wohnungsbau und die CO2-Besteuerung. Beides müsse sozial abgefedert werden. Lilie, der 31.000 Einrichtungen des evangelischen Wohlfahrtverbandes mit rund 600.000 Beschäftigten vertritt, kritisierte den aktuellen Wahlkampf als „erstaunlich lauwarm“ und zu wenig sachbezogen. Er plädierte zudem für eine grundlegende Reform der Pflegeversicherung.

Pflegende Angehörigen sollten sozialversichert und entlohnt werden. „Auch diese Menschen brauchen Anerkennung“, so Lilie. Die nächste Bundesregierung müsse diese Probleme lösen.

Foto: Wahlplakate von Grünen und SPD zur Bundestagswahl 2021, über dts Nachrichtenagentur

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