DGB-Chef für „behutsamen Wiedereinstieg“ in Schul- und Kita-Betrieb

Kinder spielen auf einem Schulhof, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Reiner Hoffmann, spricht sich „für einen sehr behutsamen Wiedereinstieg“ in den Schul- und Kita-Betrieb aus. Dies sei ein anspruchsvolles Vorhaben, „denn es muss mit kleinen Gruppen und unter Wahrung der Abstandsgebote angefangen werden“, sagte Hoffmann den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochsausgaben). Es gelte, die Gesundheit „sowohl der Beschäftigten in Kitas und Schulen als auch der Kinder sicherzustellen“.

Die wochenlangen Schließungen von Schulen und Kitas infolge der Coronakrise verschärften zugleich die soziale Ungleichheit im Bildungsbereich. Betroffen seien vor allem Kindern aus einkommensschwachen Familien. Diese Kinder hätten „deutlich weniger Möglichkeiten, am digitalen Unterricht teilzunehmen, und sie haben wesentlich schlechtere Betreuungsmöglichkeiten“, so der DGB-Chef weiter. Die „jahrelangen Versäumnisse unseres Bildungswesens“ schlügen jetzt „voll durch“. Der Staat werde daher „massiv in Bildung investieren müssen. Wir müssen dafür sorgen, dass Kinder aus sozial benachteiligten Familien nicht das Nachsehen haben wegen der Krise“, sagte Hoffmann. Zudem plädierte er für eine zeitliche Ausweitung der staatlichen Hilfszahlungen für berufstätige Eltern, die wegen fehlender Betreuungsmöglichkeiten nicht arbeiten können. „Da gibt es derzeit eine Lücke“, kritisierte der DGB-Chef. Die Regelung, wonach diese Eltern für maximal sechs Wochen bis zu 2016 Euro erhalten, müsse „entfristet werden und so lange gelten, bis wir aus der Krise heraus sind. Alles andere ergibt keinen Sinn“, sagte Hoffmann den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

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Foto: Kinder spielen auf einem Schulhof, über dts Nachrichtenagentur

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