Dax legt kräftig zu – Hoffnung wegen US-Erzeugerpreisen

Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

Zum Wochenausklang hat der Dax kräftig zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 16.705 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 1,0 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem freundlichen Start konnte der Dax seine Gewinne – trotz vorübergehender Abgaben am Mittag – im weiteren Tagesverlauf halten.

„Nach wieder leicht anziehenden Verbraucherpreisen in den USA gestern hellten heute schwächer als erwartete Erzeugerpreise die Stimmung an der Börse wieder auf“, kommentierte Konstantin Oldenburger, Marktanalyst bei CMC Marktes. „Denn weiter fallende Erzeugerpreise deuten wiederum auf eine Fortsetzung des Abwärtstrends in der allgemeinen Preisentwicklung hin, was zeitnahe Zinssenkungen wieder wahrscheinlicher macht.“

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Bereits am Donnerstag habe der Markt „am März für einen ersten Zinsschritt nach unten“ festgehalten, erklärte er. „So bleibt auch für den Dax die Fortsetzung der Rally eine Option, auch wenn die heute mit den großen Banken gestartete Berichtssaison in den USA noch nicht wirklich überzeugen konnte.“

Oldenburger wies darauf hin, dass für die kommende Handelswoche auch die Wahl in Taiwan am Wochenende wichtig werden könnte. „Gemäßigte Töne in Richtung China, egal von welchem Wahlsieger, könnten sich auch positiv auf den deutschen Markt auswirken. Nicht nur chinesische Aktien würden so für Investoren wieder attraktiver, da die Gefahr einer militärischen Eskalation deutlich reduziert würde“, so der Analyst. „Auch Deutschland als Exportnation würde eine Tendenz in diese Richtung zugutekommen.“

Bis kurz vor Handelsschluss standen an der Frankfurter Börse die Papiere von Siemens Energy und Airbus an der Spitze der Dax-Liste. Das Schlusslicht bildeten derweil die Autowerte von Porsche, der Porsche Automobil Holding, BMW, Mercedes-Benz und Volkswagen. Die Hintergründe hierfür sind vielfältig: So mussten Tesla und Volvo aufgrund der durch die Huthi-Miliz ausgelösten Lieferkettenprobleme ihre Produktion stoppen. Und auch die Nachricht, dass der Autovermieter Hertz 20.000 Elektroautos verkaufen will, wurde von Anlegern kritisch bewertet.

Unterdessen stieg der Gaspreis: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im Februar kostete 32 Euro und damit vier Prozent mehr als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund sieben bis neun Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.

Der Ölpreis stieg für seine Verhältnisse deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 78,84 US-Dollar, das waren 1,9 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Freitagnachmittag etwas schwächer. Ein Euro kostete 1,0964 US-Dollar (-0,07 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,9121 Euro zu haben.

dts Nachrichtenagentur

Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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