Dax bleibt zurückhaltend – US-Zinspolitik beschäftigt Anleger

Dax bleibt zurückhaltend – US-Zinspolitik beschäftigt Anleger

Foto: via dts Nachrichtenagentur

Der Dax hat am Freitag nach einem verhaltenen Start in den Handelstag bis zum Mittag weiter keine klare Richtung gefunden. Gegen 12.30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 26.020 Punkten berechnet, 0,2 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag.

„Die Anleihenmärkte blicken weiterhin gebannt nach Washington“, sagte Thomas Altmann, Marktanalyst bei QC Partners. Der Kursverlauf der vergangenen Tage zeige, dass die Ankündigung des US-Finanzministers zwar zu einer Beruhigung geführt habe, aber nicht zu einer Entspannung. „Jetzt warten die Börsen auf die angekündigten weiteren Details darüber, wie die USA mit ihren hohen Zinskosten umgehen wollen. Die Börsen wollen sicherlich einen langfristigen Plan sehen. Und nicht nur Umverteilungen innerhalb der Fälligkeitsstruktur.“

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„Es ist Optionsverfall. Der August zählt allerdings zu den kleineren Verfallterminen. Bei Dax wird heute keine der zehn größten ausstehenden Optionspositionen fällig. Die größte heutige Fälligkeit könnte allerdings durchaus für etwas Spannung sorgen. Das ist der Call mit einem Basispreis bei 26.300 Punkten. Hier laufen heute 7.300 Kontrakte aus. Zusätzlich werden beim selben Basispreis 7.100 Put-Kontrakte fällig.“

„Der Dax hat bislang alle vier Handelstage in dieser Woche im Minus beendet. Fünf negative Tage in einer Woche gab es zuletzt im April dieses Jahres. Allerdings war das Handelsvolumen gestern das bislang zweitniedrigste in diesem Kalenderjahr. Es werden also weiterhin nur in geringem Stil Gewinne mitgenommen. Aktuell treffen hier sehr wenige Verkäufer auf noch weniger Käufer. Das ist ein Abwarte-Markt.“ Die zukünftige Richtung werde sich erst entscheiden, wenn sich wieder mehr Anleger durch Käufe und Verkäufe am Markt beteiligten, sagte Altmann.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagnachmittag stärker: Ein Euro kostete 1,1706 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8543 Euro zu haben.

Der Goldpreis konnte deutlich profitieren, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 4.586 US-Dollar gezahlt (+1,5 Prozent). Das entspricht einem Preis von 125,97 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis stieg unterdessen leicht: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagnachmittag gegen 12 Uhr deutscher Zeit 93,93 US-Dollar, das waren 15 Cent oder 0,2 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

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