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CDU-Wirtschaftsrat für längere Übergangsfrist bei Bonpflicht

Wirtschaftsrat der CDU, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Wirtschaftsrat der CDU drängt auf eine längere Übergangsfrist bei der Einführung der Bonpflicht an Kassen des Einzelhandels bis zum 1. Januar 2022. „Bundesfinanzminister Olaf Scholz ignoriert sträflich den Hilferuf der Branche“, sagte Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Seit dem 1. Januar sind Einzelhandel, Gastronomie und andere Branchen verpflichtet, ausschließlich gesicherte Kassen einzusetzen und Belege an die Kunden auszugeben. Bisher gilt eine Übergangsfrist bis zum 30. September dieses Jahres.

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„Die Kassenaufrüstung und die Bonpflicht belasten viele Betriebe in der aktuellen Krise unnötig. Abgesehen von den zusätzlichen Kosten für die Umrüstung der Kassen und für die Beschaffung entsprechender Bonrollen, löst die Belegausgabepflicht eine unverantwortliche Papierflut aus“, so Steiger. Die Zeit bis zum 1. Januar 2022 soll nach Auffassung des Wirtschaftsrats genutzt werden, um Rechtssicherheit auch für digitale Lösungen zu schaffen. „Ganz grundsätzlich benötigen wir in der aktuellen Phase des Re-Starts nach der Coronakrise Konzepte zur Wiederbelebung der Läden mit Kundengeschäft, sonst hängen an vielen Geschäften in unseren Innenstädten zum Ende dieses Jahres Schilder mit der Aufschrift: Wegen Insolvenz geschlossen“, mahnte Steiger. Der Wirtschaftsrat fordert etwa eine Lockerung des Ladenschlussgesetzes.

Foto: Wirtschaftsrat der CDU, über dts Nachrichtenagentur

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