CDU-Agrarpolitiker: Verbot von Werkverträgen gefährdet Tierhaltung
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – In der Unionsfraktion werden Stimmen laut, die vor den Folgen des von der Bundesregierung geplanten Verbots von Werkverträgen in der Fleischwirtschaft warnen. „Wir müssen hier wirklich aufpassen, dass die Fleischproduktion nicht aus Deutschland abwandert. Das hätte massive Folgen für die Landwirtschaft und wäre nicht nachhaltig“, sagte Albert Stegemann (CDU), agrarpolitischer Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.
Es sei weder wirtschaftlich noch im Sinne des Tierschutzes, wenn etwa Schweine aus Deutschland zur Schlachtung zunächst „quer durch Europa“ gefahren werden müssten, so der CDU-Politiker weiter. Die Arbeitsbedingungen in der Fleischwirtschaft und die Werkvertrags-Konstruktionen stünden zwar zu Recht in der Kritik. „Aber wir müssen bei aller Notwendigkeit von Änderungen darauf achten, dass die Branche eine Perspektive hat“, sagte Stegemann, der auch dem Bundesfachausschuss Umwelt und Landwirtschaft der CDU vorsteht. Daran hänge auch die Zukunft der Tierhaltung in Deutschland. Die Unionsparteien würden sich dafür in den anstehenden Beratungen im Bundestag einsetzen.
Foto: Kühe, über dts Nachrichtenagentur
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