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Bundespolizei macht zwei Millionen Überstunden im Jahr

Bundespolizei, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Beamten der Bundespolizei haben im vergangenen Jahr 1.988.171 Überstunden angesammelt. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion zurück, über die die Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ in ihren Montagausgaben berichten. Demnach sank die Zahl der Überstunden bei der Bundespolizei gegenüber 2018 um 109.798 – ein Rückgang von 5,2 Prozent.

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„Aufgrund der nun angeordneten Grenzkontrollen dürfte es in den kommenden Wochen schwieriger werden, die Zahl der Überstunden zu reduzieren. Vielmehr dürften eher neue Überstunden hinzukommen“, sagte Konstantin Kuhle, innenpolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, dem RND. Seit Ausbruch der Corona-Epidemie haben die Aufgaben der Bundespolizei zugenommen. So sind die Beamten der acht Bundespolizeidirektionen auch für Kontrollen an den Grenzen zu Frankreich, Luxemburg, Österreich und der Schweiz im Einsatz. Kuhle betonte, dass neben der Polizei auch die Beschäftigten in anderen Bereichen des Öffentlichen Dienstes, insbesondere im Gesundheitswesen, aktuell eine nicht zu unterschätzende und sehr kräftezehrende Arbeit leisten. „Neben Dank und Anerkennung durch Gesellschaft und Politik sollte auch sicher gestellt werden, dass angehäufte Überstunden nicht verfallen, sondern ausgeglichen werden“, sagte Kuhle dem RND. Zuletzt hatte der Präsident der Bundespolizei, Dieter Romann, vor der zunehmenden Belastung seiner Mitarbeiter gewarnt. Er kündigte weitere Maßnahmen an, um „die Aufgabenerfüllung der Bundespolizei ohne Einschränkung sicherzustellen“. Die Bundespolizei hat zurzeit etwa 46.000 Bedienstete.

Foto: Bundespolizei, über dts Nachrichtenagentur

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