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Bericht: Commerzbank priorisiert Angestellte bei Übernahmeprüfung

via dts Nachrichtenagentur

Die Commerzbank will bei der Prüfung des angekündigten Übernahmeangebots von Unicredit offenbar besonders die Interessen ihrer Beschäftigten berücksichtigen. Das kündigte Vorstandschefin Bettina Orlopp in einer Nachricht an die Mitarbeiter an, über die das „Handelsblatt“ (Dienstagausgabe) berichtet.

„Wir als Vorstand haben gemeinsam mit dem Aufsichtsrat die Pflicht, das angekündigte Angebot der Unicredit, sobald es veröffentlicht wird, zu prüfen“, erklärte Orlopp demnach. „Das werden wir mit der gebotenen Sorgfalt und Verantwortung auch tun. Dabei werden die Interessen aller Stakeholder einfließen – insbesondere eure Interessen als Mitarbeitende.“

Laut „Handelsblatt“ gehen mehrere Insider fest davon aus, dass Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank den Aktionären eine Ablehnung des Angebots empfehlen werden. Beide Gremien glaubten nicht, dass eine feindliche Übernahme Sinn ergebe und Unicredit dabei die erhofften Synergien erzielen könne, sagten sie. Zudem sei der gebotene Angebotspreis nicht attraktiv für die eigenen Anteilseigner.

Orlopp appellierte in dem Schreiben an die Beschäftigten, trotz des Übernahmekampfes das Tagesgeschäft nicht zu vernachlässigen. „Ich kann gut verstehen, wenn euch die aktuelle Situation möglicherweise beunruhigt“, schrieb sie. „Auf unsere tägliche Arbeit sollte sie allerdings bis auf Weiteres keine Auswirkungen haben. Wir machen weiter und arbeiten wie gewohnt mit voller Kraft an der Umsetzung unserer Strategie. Unseren Kunden stehen wir dabei unverändert zur Seite. Das ist unsere Verantwortung und hat für uns höchste Priorität.“

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dts Nachrichtenagentur

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