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Arbeitsministerium: Ungeimpfte für 3G-Nachweis eigenverantwortlich

Corona-Schnelltest, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bei den geplanten 3G-Regeln am Arbeitsplatz müssen Ungeimpfte an allen Arbeitstagen im Zweifel selbst für Testnachweise sorgen. „Stellt der Arbeitgeber lediglich Selbsttests zur Eigenanwendung zur Verfügung, die nicht unter Aufsicht durchgeführt werden, ist dies kein zertifizierter Nachweis“, teilte das Ministerium der „Welt“ (Freitagausgabe) mit.

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„Sprich: Die Arbeitnehmer, die sich nicht impfen lassen wollen oder diejenigen, die ihren Impfstatus nicht offenlegen wollen, müssen die Nachweise über einen negativen Test besorgen. Hierzu können kostenlose Bürgertests entsprechend der Coronavirus-Testverordnung in Anspruch genommen werden.“ Der Wortlaut des neuen Infektionsschutzgesetzes, das mit den Stimmen der Bundestagsabgeordneten von SPD, Grünen und FDP am Donnerstag verabschiedet wurde, ließ den Schluss zu, dass zwei Tests pro Woche durch die verpflichtend vom Arbeitgeber angebotenen Tests abgedeckt sind. So wurde es in den vergangenen Tagen auch von Fachpolitikern der Fraktionen erklärt.

Das Bundesgesundheitsministerium schloss sich noch am Donnerstag dieser Gesetzesauslegung an. Bei einer Fünf-Tage-Arbeitswoche seien drei staatlich finanzierte Bürgertests notwendig, bei einer Sechs-Tage-Woche entsprechend vier, teilte das Ministerium der „Welt“ mit. Die Kosten für zwei der notwendigen Tests für Ungeimpfte seien Sache des Arbeitgebers. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) unterstützt, dass Ungeimpfte bei der Erbringung von Testnachweisen selbst in der Pflicht sind.

„Da es auch andere, kostenfreie Instrumente des Infektionsschutzes gibt – allen voran die Impfung – sind die Beschäftigten aufgerufen, diese Möglichkeit wahrzunehmen“, sagte der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann der „Welt“. Es gelte hier nicht uneingeschränkt die sonst übliche Regelung, dass der Arbeitgeber für die Kosten des Arbeitsschutzes aufkommt.

Foto: Corona-Schnelltest, über dts Nachrichtenagentur

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5 Kommentare

  1. W. Lorenzen-Pranger
    18. November 2021 um 21.43 — Antworten

    Da wird sich im Extremfall für so manchen die Frage stellen, ob zu „hartzen“ nicht lukrativer ist. Drei von fünf Tagen Tests bezahlen, das ist für viele einen Tag Verdienstausfall. Nix gegen Tests, eigentlich eher im Gegenteil, aber so? Wozu zahlen wir eigentlich Unsummen für Krankenversicherungen und vor allem Steuern? Für Merkels Luxus-Ruhestand?

    • Markus
      19. November 2021 um 18.15 — Antworten

      Einfach impfen lassen…

  2. Doris Weber
    19. November 2021 um 12.56 — Antworten

    ist ja alles gut und schön, aber wo bekomme ich morgens um 5 einen Testnachweis her..??

  3. Willi Schumacher
    19. November 2021 um 19.04 — Antworten

    Das finde ich richtig gerecht dieses ewige hinweisen auf Menschenrechte, daß Sie das selbst entscheiden könnten bringt die Demokratie an Ihre Grenzen man muss auch an all die anderen Menschen denken die aus Angst oder Pflicht Gefühl sich impfen lassen. Über all auf der Welt wird gegen die Demokratie gekämpft das sollte man bedenken , es ist nicht selbstverständlich auf der Welt sich frei zu entscheiden was der tun und lassen darf.

  4. Willi Schumacher
    19. November 2021 um 19.22 — Antworten

    Die Menschen die sich nicht impfen lassen wollen sollten sich Genau überlegen was sie damit bezwecken wollen. Wir haben zwei Weltkriege begonnen und verloren und nichts daraus gelernt in den letzten Jahrzehnten ging es Uns sehr gut und gibt es Menschen hier in Deutschland die sich auf Ihre Menschenrechte berufen und Genau die haben Wir in zwei Weltkriegen mit Füssen getreten, Habt Ihr daß alle vergessen es geht um Unser aller existieren und nicht um den Wohlstand und das Recht eines jeden einzelnen.

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