Antisemitismusbeauftragter: „Judensau“-Relief gehört ins Museum

Felix Klein, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, hat nach dem jüngsten Urteil des Oberlandesgerichts Naumburg zum „Judensau“-Relief in Wittenberg eine politische Lösung angemahnt und dafür plädiert, es in ein Museum zu bringen. „Ich respektiere das Urteil des Oberlandesgerichts“, sagte Klein dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Mittwochausgaben). „Es macht einmal mehr klar, dass die Problematik der sogenannten ‚Judensauen‘ politisch gelöst werden muss.“

Klein fügte hinzu: „Ich würde mich freuen, wenn die beiden großen Kirchen in Deutschland sowie die betroffenen evangelischen und katholischen Kirchengemeinden das Urteil zum Anlass für eine proaktive Debatte nähmen, um diese unselige Kirchentradition zu überwinden. Nach meinem Dafürhalten gehört die Judensau von Wittenberg ins Museum mit einer erklärenden Informationstafel. Auch vor der Wittenberger Stadtkirche sollte eine Informationstafel aufgestellt werden.“ Das Gericht hatte am Dienstag entschieden, dass das antijüdische Relief an der Wittenberger Stadtkirche in Sachsen-Anhalt vorerst nicht entfernt werden muss. Es wies damit die Berufungsklage eines Mannes gegen die evangelische Stadtkirchengemeinde zurück, die Schmähplastik zu entfernen. Die als „Judensau“ bezeichnete Sandsteinplastik, die im 13. Jahrhundert entstanden ist, sei isoliert betrachtet zwar eine Beleidigung, so die Richter, jedoch habe sie als Teil eines heutigen Mahnmals mit Erklärtafel an der Kirche keinen beleidigenden Charakter mehr.

Anzeige

Foto: Felix Klein, über dts Nachrichtenagentur

Nachrichten aus Oldenburg
8. NovemberPolizei meldet mehr WohnungseinbrücheArtikel lesen6. November110 Stimmen leuchten am Alten LandtagArtikel lesenMeistgelesen6. NovemberOldenburg erreicht neuen EinwohnerrekordArtikel lesen
Mehr aus diesem Ressort
NachrichtenReza Pahlavi ruft eigene Anhänger zur Mäßigung aufNachrichtenNRW-Städte fordern Kenntnisnachweis für E-ScooterNachrichtenASB fordert frühzeitige Planung für möglichen Zivildienst
StartseiteKommentieren
Weitere Artikel
NiedersachsenMehrere Verkehrsunfälle in LüneburgArtikel lesenBremenAuffahrunfall auf BAB 27 bei OytenArtikel lesenSportManuel Neuer fällt lange ausArtikel lesenNachrichtenBerliner Linken-Politikerin Emde lehnt Mandatsverzicht abArtikel lesenNachrichtenPistorius schließt Kandidatur für SPD-Vorsitz ausArtikel lesenNachrichtenKubicki beklagt „zivilisatorische Rückschritte“Artikel lesenAnzeigeSchaufensterPaletten sicher umreifen: Was Betriebe in Oldenburg über Umreifungsband wissen solltenArtikel lesenAnzeigeSchaufensterDie Packliste fürs Ferienlager beginnt mit dem TagesprogrammArtikel lesen

Anzeige

StellenmarktJobs in OldenburgAktuelle Stellenangebote aus Oldenburg und der Region.LokalesNachrichten aus OldenburgAlle Meldungen aus der Stadt auf einen Blick.Immer informiertWhatsApp-KanalDie wichtigsten Nachrichten direkt aufs Handy.MenschenOldenburger/in des MonatsJeden Monat ein besonderes Gesicht der Stadt.
Im FokusTopthemenWie sicher ist Oldenburg?UOdMVerkehrStadtverwaltung
Social MediaFolge unsFacebookInstagramYouTubeTikTok