200.000 Jobs in Metall- und Elektroindustrie verloren gegangen

Stahlproduktion, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Metall- und Elektroindustrie ist schwer von der Coronakrise und dem Wandel zu mehr Klimaschutz getroffen worden. „Seit der Rezession 2019 sind mehr als 200.000 Arbeitsplätze in der Metall- und Elektroindustrie bereits verloren gegangen“, sagte Gesamtmetall-Präsident Stefan Wolf den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstagsausgaben).

Auch in diesem Jahr setze sich der Beschäftigungsrückgang in abgeschwächter Form fort. Alarmiert zeigte sich Wolf von der Flutkatastrophe in Deutschland und den Waldbränden in Südeuropa. „Wer jetzt noch glaubt, dass es keinen Klimawandel gibt, der ist nicht von dieser Welt.“ Man müsse Lösungen finden, so Wolf. Bis die Metall- und Elektroindustrie klimaneutral ist, wird es aber wohl noch dauern. „Zwischen 2040 und 2050 können wir klimaneutral werden.“ Einen früheren Zeitpunkt halte er nicht für realistisch. Für dieses Vorhaben sei es wichtig, ausreichend grünen Strom zur Verfügung zu haben.

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Eine klare Absage erteilte der Gesamtmetall-Präsident einem möglichen Verbrennerverbot ab 2030. „Wir in Deutschland müssen umweltfreundliche Technologien entwickeln, die wir in Länder mit einem viel höheren CO2-Ausstoß exportieren können. Wenn wir noch 20 Jahre gutes Geld mit dem Verbrennungsmotor verdienen können und dieses Geld in die Forschung und Entwicklung in umweltfreundliche Technologien investieren, dann kommen wir weiter als mit Verboten“, sagte Wolf. Schon heute seien die Verbrennermotoren besser für die Umwelt als Technik, die in anderen Ländern genutzt werde.

Foto: Stahlproduktion, über dts Nachrichtenagentur

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