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Zeichenfestival: Aktion am Ullmanneck

Die Vorbereitungen und Workshops zum 4. Oldenburger Zeichenfestival ausgezeichnet! - Zeichnung erzählt laufen auf Hochtouren.

Fragebogen zur Aktion am Ulmanneck.
Foto: privat

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Queer Film Festival Oldenburg

Oldenburg/am/pm – Die Vorbereitungen und Workshops zum 4. Oldenburger Zeichenfestival „ausgezeichnet! – Zeichnung erzählt“ laufen auf Hochtouren. Vom 24. bis zum 29. September werden die Ergebnisse in der Mohrmann-Halle am Pferdemarkt präsentiert. In den kommenden zwei Tagen, 17. und 18. September, startet dazu eine Aktion im Öffentlichen Raum am Ullmanneck.

Am Dienstag und Mittwoch, 17. September, findet die Aktion „Haben Sie besondere Merkmale? – Oldenburg von Übermorgen“ statt. Die Künstlerin Veronika Witte vom Institut für sozio-ästhetische Feldforschung (ISF) wird gemeinsam mit 16 Schülerinnen und Schülern des Bildungszentrums für Technik und Gestaltung das Publikum nach seinem Bildnis der Zukunft in Oldenburg befragen. Dazu wurde ein Fragebogen erstellt, der in „Wahlkabinen“ am Ullmanneck und in der 1. Etage des mStores ausgefüllt werden kann. Die Vorstellungen über ein „Wesen“, das das Übermorgen darstellt, werden gezeichnet. Die individuellen Zukunftsbilder sind die Grundlage für animierte Videos, die im Anschluss an die Aktion erstellt werden. Die Filme werden im Rahmen der Ausstellung zum 4. Oldenburger Zeichenfestival „ausgezeichnet! – Zeichnung erzählt“ präsentiert.

Die Künstlerin Veronika Witte

Veronika Witte, geboren 1962, lebt in Berlin. Sie studierte Bildhauerei und Video an der Ecôle Nationale Supérieure des Beaux-Arts, Paris, und arbeitet in den Sparten Skulptur, Video und oft spartenübergreifend mit Oper, Tanz und Performance in begehbaren szenischen Installationen. Teilnahme an zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland: Kunstraum Kreuzberg Berlin, Galerie Nord Berlin, Museum Heilbronn u. Magdeburg, Galerie Pariente Paris, Galerie Immanence Paris, Liget Galeria Budapest, Galerie Vanessa Quang Paris, Villa Merkel Esslingen, Ludwig Museum Aachen u.v.a.m.

Sie hatte eine Gastprofessur für Video und Installation in Paris. Als freie Mitarbeiterin und Fachbereichsleiterin war sie für verschiedene kunstpädagogischer Institutionen für Jugendliche tätig. Seit fünfzehn Jahren arbeitet Veronika Witte in der kulturellen Bildung mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.

Das Institut für sozio-ästhetische Feldforschung

Das „ISF“ ist ein fiktives Meinungsforschungsinstitut, das die Künstlerin 2001 gründete und seitdem als Mittel für ihre künstlerischen Feldforschungen einsetzt. Die Feldforschung ist angesiedelt zwischen Kunst und pseudowissenschaftlicher Strategie. Unter anderem untersucht sie die Auswirkungen neuer gentechnologischer und medizinischer Möglichkeiten und Erkenntnisse in Bezug auf das ästhetische Körperempfinden und Körperbild von Männern und Frauen. 
In Zusammenarbeit mit Dr. Bodo Lippl vom Institut für Sozialwissenschaften, Empirische Sozialforschung der Humboldt Universität zu Berlin wurde für das „ISF“ ein sechsseitiger Fragebogen für freie Antworten, Multiple-Choice-Fragen und eigene Zeichnungen entwickelt, der die Basis der gesamten Untersuchung darstellt. Seit 2001 konnten 1500 verwertbare Fragebögen ermittelt werden. Im letzten Abschnitt des Fragebogens wird dem Probanden eine zukünftige Lebensform vorgestellt, in der sie unter bestimmten Voraussetzungen leben können. Für sie muss er drei seiner Gliedmaßen für einen fiktiven Körper auswählen und sie in der gewünschten Kombination zeichnerisch darstellen.

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