Kultur

Afrikatag: Undugu heißt Freundschaft

Der Arbeitskreis Oldenburg für Afrika hat einen Afrikatag organisiert. Erstmals findet der Undugu-Tag im Rahmen des Kultursommers statt.

Erstmals findet der Oldenburger Afrikatag im Rahmen des Kultursommers statt. Auf eine gute Zusammenarbeit freuen sich: Andreas Holtz (Kulturetage), Anke Zimmer (Boumdouboum-Förderverein und OLAF), Roland Hentschel (Wirtschaftsförderung der Stadt Oldenburg), Evelyn Lehnard (Kinderhilfe Kenia) und Thomas Jenisch (TOM-Consult / OLAF).
Foto: Anja Michaeli

Oldenburg (am) Zum vierten Mal hat der Arbeitskreis Oldenburg für Afrika (OLAF) einen Afrikatag organisiert. Erstmals findet der Undugu-Tag (Freundschaftstag) im Rahmen des Kultursommers statt. Am Samstag, 19. Juli, heißt es ab 11 Uhr „Starke Frauen – Frauen stärken“. Bis 18 Uhr wird kulturelle Vielfältigkeit präsentiert. An Ständen informieren Gruppen, Institutionen und Vereine über ihr Engagement für Afrika. Der Tag schließt mit einem „umsonst und draußen“-Konzert mit Habib Koité aus Mali ab 19.30 Uhr ab.

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„Wir möchten gerne ein größeres Publikum erreichen“, erklärt Anke Zimmer von OLAF und vom Boumdoudoum-Förderverein des Neuen Gymnasiums. Deshalb sei sie froh, dass es gelungen sei, den Afrikatag in den Oldenburger Kultursommer zu integrieren. Und auch die Vertreter der Kulturetage freuen sich über den Veranstaltungszuwachs: „Das ist eine tolle Fortsetzung des ‚Global Local Projektes‘ im vergangenen Jahr“, sagt der Programmleiter Musik Andreas Holtz.

Die Schirmherrschaft über den 4. Oldenburger Afrikatag hat Waris Dirie von der Desert-Flower-Foundation übernommen. Dirie kommt aus Somalia. Sie ist ein Model, Bestseller-Autorin und Menschenrechtsaktivistin und kämpft gegen die Genitalverstümmelung bei Frauen. Durch den Film „Wüstenblume“, der ihre Geschichte erzählt, wurde sie weltbekannt. An ihrer Stelle kommt ein Vertreter der Desert-Flower-Foundation, um gemeinsam mit dem Schirmherrn Oberbürgermeister Gerd Schwandner den Afrikatag zu eröffnen.

Rund 100 Künstler_innen aus den Bereichen Tanz, Musik, Film und Theater werden den Tag gestalten. Die Märchenerzählerin Luisa Natiwi erzählt um 14.15 und 15.30 Uhr im Zelt ihre Geschichten. Bis gegen 18 Uhr werden zudem verschiedene Arbeitsgemeinschaften, Vereine und Institutionen ihre Arbeit und ihre Kontakte rund um und in Afrika vorstellen. Vorträge, Workshops und Diskussionen sind geplant. „In Oldenburg gibt es mindestens 17 Gruppierungen, die sich für Afrika engagieren“, so Thomas Jenisch von OLAF. Auch die Stadt Oldenburg wird an diesem Tag teilnehmen. Informiert wird über die Kommunale Klimapartnerschaft mit East London (Südafrika). Bürgerinnen und Bürger haben die Möglichkeit, sich bei diesem Projekt einzubringen.

OLAF und die Unterstützer

Das Aktionsbündnis OLAF, das sich aus Arbeitskreisen und Projekten von Schulen entwickelt hat, plant seit einem Jahr den 4. Oldenburger Afrikatag. Kooperationspartner sind: der Boumdoudoum-Förderverein für Schulpartnerschaften in der Einen Welt e.V. und die Boumdoudoum-AG des Neuen Gymnasiums, die Südafrika AG der Helene-Lange-Schule, die Ev. Akademie Oldenburg, das Ökumenische Zentrum Oldenburg, Hilfe direkt Oldenburg-Sierra Leone und Terre des Femmes. Gefördert wird der Tag durch die Akademie der Ev. Luth. Kirche Oldenburg, die Bertha-Ramsauer-Stiftung Oldenburg, die Oldenburgischen Bürgerstiftung, Stiftung Bildung und Solidarität, der Integrationsbeauftragten und dem Kulturbüro der Stadt Oldenburg, den Verein „Integration“ und den Oldenburger Grünen.

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