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Reichinnek verteidigt Zuspitzung in der politischen Debatte

via dts Nachrichtenagentur

Linken-Fraktionschefin Heidi Reichinnek verteidigt Verkürzungen und Zuspitzungen als Mittel der politischen Auseinandersetzung, auch in Sozialen Medien.

Auf die Frage, was linken von rechtem Populismus unterscheide, sagte Reichinnek dem „Spiegel“: „Wichtig ist, welche Inhalte dahinterstehen. Wir arbeiten mit Fakten, wir können alles, was wir sagen, auch belegen. Natürlich ist unsere Kritik oft scharf. Aber wir beleidigen niemanden und schauen nicht auf die Leute herab.“

Die Menschen beschäftigten sich nicht 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche mit Politik, so Reichinnek. „Also muss ich mich fragen, wie ich sie für meine Ideen erreiche. Dann schildere ich verkürzt, was ich als Problem sehe – und ebenso knapp, was ich als Lösung anbiete.“ Natürlich sei es auch wichtig, den Leuten zu sagen, dass man viele Themen „nicht mit einem Fingerschnippen“ erledigen könne, sagte Reichinnek. Probleme, etwa beim bezahlbaren Wohnen, „sind nicht über Nacht entstanden, sie lassen sich selten über Nacht lösen“.

Die Linkenpolitikerin verteidigte im „Spiegel“ auch Zwischenrufe aus ihrer Fraktion im Bundestag. „Wofür gibt es die Ordnungsrufe? Einer unserer Abgeordneten hat das Wort ›Lüge‹ gerufen – weil es halt eine Lüge war, die da am Rednerpult verkündet wurde.“ Reichinnek sagte weiter: „Manchmal muss man einen Nazi eben auch im Bundestag einen Nazi nennen. Vor allem, wenn er menschenverachtenden Dreck von sich gibt, andere herabwürdigt und entmenschlicht.“

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dts Nachrichtenagentur

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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1 Kommentar

  1. Petra Meier, geb. Fleißig
    25. Januar 2026 um 14.58 — Antworten

    moin,
    als rentner, dank scheidung vor 2 jahren, gut situiert, widme ich mich endlich, endlich wieder der erhaltung der demokratie. welche es bitterst nötig hat, seit mindestens 4 jahren, aktiv gelebt zu werden …
    da ich leider der diplomatie abhold bin, und ich mich mit keiner der aktiven parteien identifizieren kann und will, bemühe ich mich, im kleinen zu beginnen, sprich, meinen kindern, exehemann, freunden etc wenigstens ein liberales verantwortungsbewusstsein für die erhaltung der demokratie zu vermitteln …
    und die demokratie auch zu leben !
    als ersatz-lehrerin im ehrenamt auf dem ponyhof meiner freundin, als mutter meiner eigenen tochter sowie meinen ziehtöchtern, welche alle mit – inzwischen – über 30 jährchen aus dem „gröbsten“ raus sind 🙂

    lebte jeder, der das leben in freiheit ganz offensichtlich genießt, im rahmen seiner möglichkeiten, bewusst demokratie und liberale umgangsformen seinen mitmenschen vor, wäre diese global, nicht derart bedroht …

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