Vier Festnahmen nach Geldautomatensprengungen

Vier Festnahmen nach Geldautomatensprengungen: Die Spur führte von Oldenburg über NRW bis nach Amsterdam.
Foto: dts Nachrichtenagentur
Nach zwei Geldautomatensprengungen in Oldenburg und Oer-Erkenschwick haben deutsche und niederländische Ermittler vier niederländische Staatsangehörige im Alter zwischen 21 und 43 Jahren in Amsterdam festgenommen. Die Ermittlungen führten über ein verdächtiges Fahrzeug von der Tat in Oldenburg zu dem Einsatz in Nordrhein-Westfalen und schließlich in die Niederlande.
Ausgangspunkt war die Sprengung eines Geldautomaten am 14. September in Oldenburg. Die Zentrale Kriminalinspektion (ZKI) Oldenburg und die Staatsanwaltschaft Osnabrück verfolgten anschließend die Spur eines verdächtigen Zielfahrzeugs.
Spur führte nach Nordrhein-Westfalen
In der Nacht zum 30. September stellten die Ermittler fest, dass das Fahrzeug aus Amsterdam nach Nordrhein-Westfalen eingereist war. Zunächst ließ es sich nach Angaben der Behörden nicht genauer lokalisieren. Kurz darauf wurde in Oer-Erkenschwick ein weiterer Geldautomat gesprengt.
Daraufhin starteten die beteiligten Behörden eine länderübergreifende Fahndung. Niederländische Spezialkräfte nahmen schließlich vier Personen in Amsterdam fest. Das Amtsgericht Osnabrück erließ gegen sie Haftbefehle.
Die Ermittler stellten das Tatfahrzeug sowie mögliches taterlangtes Bargeld sicher. Bei anschließenden Wohnungsdurchsuchungen fanden sie außerdem größere Mengen mit Raubstopptinte eingefärbten Bargelds, Mobiltelefone, illegale Explosivstoffe und Tatwerkzeug.
Wohnhäuser in Amsterdam evakuiert
Wegen der Funde mussten in Amsterdam mehrere Wohnhäuser aus Sicherheitsgründen teilweise evakuiert werden.
An den Ermittlungen sind neben der ZKI Oldenburg und dem Polizeipräsidium Köln die Polizei Midden-Nederland, das Bundeskriminalamt und Europol beteiligt. Unterstützt wurden die Einsatzkräfte unter anderem von einem Polizeihubschrauber und niederländischen Spezialeinheiten. Die Staatsanwaltschaft Osnabrück hat über ihre Zentralstelle zur Bekämpfung von Geldautomatensprengungen die Sachleitung.
Die Ermittlungen dauern an. Die Behörden prüfen nach eigenen Angaben auch, ob die festgenommenen Personen mit weiteren Geldautomatensprengungen in Deutschland in Verbindung stehen.
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