Wirtschaft

Steuereinnahmen sprudeln: 40 Selbstanzeigen in 2014

erman Unland freut sich über sprudelnde Steuereinnahmen in Oldenburg.

German Unland freut sich über sprudelnde Steuereinnahmen.
Foto: Katrin Zempel-Bley

Oldenburg (zb) Das Finanzamt Oldenburg nimmt auch in 2013 mit 1,46 Milliarden Euro Steuereinnahmen einen Spitzenplatz in Niedersachsen ein. In 2012 waren es 1,36 Milliarden Euro.

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Wie in den zwei Jahren zuvor landete die Huntestadt auf Platz zwei hinter Hannover. Rund 400 Millionen Euro Lohnsteuer und 680 Millionen Euro Umsatzsteuer flossen ans Finanzamt. „Oldenburg ist ein Magnet und gehört zu den Regionen, denen es wirtschaftlich sehr gut geht“, erklärt der Vorsteher des Finanzamtes German Unland gestern im Rahmen eines Pressegesprächs. „Hannover ist aufgrund der zahlreichen Großunternehmen mit Steuereinnahmen in Höhe von sechs Milliarden Euro nicht zu schlagen.“ Dafür hat sich Oldenburg aber gegenüber Osnabrück erneut behauptet.

Die 302 Mitarbeiter mussten rund 40.000 Steuererklärungen von Arbeitnehmern und 26.000 von Betrieben bearbeiten. 44 Prozent der Arbeitnehmer reichen sie elektronisch ein. Bis jetzt liegen der Behörde für 2013 gerade einmal rund 7000 Steuererklärungen vor. Weil der Rest bis Juni eingereicht werden muss, wird sich die Bearbeitungszeit von vier bis sechs Wochen erheblich erhöhen. „Das Finanzamt verfügt zudem über ein vollautomatisches Risikomanagement, das nach unbekannten Kriterien Steuererklärungen aussteuert, die intensiv geprüft werden“, berichtet Unland.

Besonders erfreulich für redliche Steuerzahler dürften die steigenden Selbstanzeigen sein. In Niedersachsen waren das 2012 exakt 1206, ein Jahr später 2862. Davon entfielen im vergangenen Jahr 74 auf die Stadt Oldenburg. Und im bereits laufenden Jahr waren es im ersten Quartal schon 40. „Die Debatte über prominente Steuersünder aber auch die politische Debatte, die Bedingungen für eine Selbstanzeige zu verschärfen und die CD-Ankäufe spüren wir deutlich“, berichtet Unland. Allerdings sind keine dicken Fische wie der aus Bayern dabei. „Wir erleben hier Fälle von 100 Euro aufwärts bis zu sechsstelligen Beträgen“, berichtet der Vorsteher. Zum Vergleich: In Nordenham gab es drei, in Delmenhorst 20, in Cloppenburg 42 und in Vechta 32 Selbstanzeigen in den ersten drei Monaten dieses Jahres.

Damit auch weiterhin Steuererklärungen zügig bearbeitet werden können, muss sich das Finanzamt um Nachwuchs kümmern. „Früher bemühten sich die jungen Leute um eine Stelle bei uns, heute müssen wir sie werben“, sagt Unland. Dabei ist die Ausbildung sehr hochwertig und bietet eine sehr gute berufliche Zukunft. Abiturienten habe zudem die Möglichkeit, ein duales Studium aufzunehmen. Interessierte können sich noch bis zum Sommer für 2015 bewerben.

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