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Heizen wird 2021 für Viele teurer

Auf die Produktion von CO2 wird eine Steuer erhoben, um die geplanten Klimaschutzziele zu erreichen.

Foto: Damien Loverso

Anzeige Ab Januar 2021 geht es los. Auf die Produktion von CO2 wird eine Steuer erhoben, um die geplanten Klimaschutzziele zu erreichen. Pro Tonne erzeugtem CO2 sind dann 25 Euro fällig. Zu entrichten haben dies Händler und Erzeuger von fossilen Brennstoffen wie Diesel, Benzin, Kohle, Erdöl und Gas. Das ist aber erst der Anfang. Die CO2-Steuer wird in den nächsten 5 Jahren gestaffelt bis auf 55 Euro pro Tonne angehoben und auch dann ist noch nicht Schluss. Für 2026 ist ein Preiskorridor von 55 bis 65 Euro vorgesehen.

Natürlich werden Händler und Erzeuger die CO2-Steuer auf die Preise für fossile Energien zumindest teilweise aufschlagen. Autofahrer müssen ab Januar 2021 mit etwa 7 Cent mehr pro Liter Benzin und 8 Cent pro Liter Diesel rechnen. Für Heizöl ist ebenfalls eine Verteuerung von rund 8 Cent pro Liter zu erwarten. Der Sinn dahinter ist zum einen, Verbraucher dazu zu bringen, auf umweltfreundliche Technik umzusteigen und zum anderen mit den Steuereinahmen umweltfreundliche Energien zu fördern, etwa Solarstrom. Für viele Hausbesitzer, die Öl- oder Gasheizungen betreiben, wird kuschelige Wärme im Haus in den kommenden Jahren eine teure Angelegenheit. Ist es da nicht an der Zeit, über Alternativen nachzudenken?

Holz ist eine Alternative, nachhaltig und CO2-Neutral

Über Jahrtausende hinweg war Holz der Brennstoff, der die Welt in Schwung hielt. Dabei wird beim Verbrennen von Holz nur soviel CO2 freigesetzt, wie die Pflanze zuvor während ihres Wachstums gebunden hat. Fossile Brennstoffe hingegen reichen die Atmosphäre zusätzlich mit CO2 an.

Moderne Holz-Zentralheizungen werden vom Staat mit Zuschüssen und zinsgünstigen Krediten gefördert. Sie benötigen aber auch, das darf ruhig zugegeben werden, einen höheren Wartungs- und Betreibungsaufwand als Öl- oder Gasheizungen. Das kann jedoch durchaus positiv gesehen werden. Etwa indem die Beschaffung des Brennstoffes Holz wortwörtlich in die eigenen Hände genommen wird. Das sorgt für Bewegung an der frischen Luft. Das notwendige Werkzeug, wie zum Beispiel professionelle und schnelle Holzspalter, findet sich beim entsprechenden Hersteller, der auch gleich noch die passende Schutzkleidung führt.

Wie weit die persönliche Holzbeschaffung geht, bestimmt jeder für sich selbst. Wer möchte, kann beim zuständigen Forstamt anfragen, ob ein „Holzeinschlag“ möglich ist. Das setzt aber schon etwas Kenntnisse voraus, denn hier geht es tatsächlich ans Bäume fällen. Zudem wird die Erlaubnis in extra dafür ausgewiesenen Forsten nur erteilt, wenn entsprechende Schutzkleidung getragen und ein Kurs absolviert wird. Etwas einfacher ist es, Festmeter zu kaufen. Ein Festmeter ist ein Holzstapel mit je einem Meter Kantenlänge, der üblicherweise „Ster“ genannt wird. Damit daraus jedoch Holzscheite werden, die in die Öffnung des Brennraums der Heizungsanlage passen, braucht es noch eine Säge und eine Axt. Das geht natürlich auch motorisiert mit einer Kreissäge und einem Holzspalter. Die „Profis“ unter den Besitzern von Holz-Zentralheizungen oder auch von Schwedenöfen oder offenen Kaminen besorgen die Holzbeschaffung immer im Winter, dann führen die Bäume kaum Wasser und lassen sich besser verarbeiten. Frieren wird dabei aber niemand, das ist fast garantiert.

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