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Mehr Verkehrsunfälle mit weniger Toten

Nach wie vor spielen die tödlichen Baumunfälle im Bereich der Polizeidirektion Oldenburg eine große Rolle.

Nach wie vor spielen die tödlichen Baumunfälle im Bereich der Polizeidirektion Oldenburg eine große Rolle.
Foto: Polizeidirektion Oldenburg

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Oldenburg (zb) – Insgesamt 39.453 Verkehrsunfälle ereigneten sich im vergangenen Jahr im Zuständigkeitsgebiet der Polizeidirektion (PD) Oldenburg. Das ist ein Anstieg um 617 Unfälle gegenüber 2013. 108 Menschen wurden getötet, das sind elf weniger als im Vorjahr. Die Anzahl der Schwerverletzten ist um 12,5 Prozent bzw. um 167 Personen von 1338 auf 1505 gestiegen. 8039 Personen wurden bei einem Verkehrsunfall leicht verletzt, was einem Anstieg von 4,9 Prozent entspricht.

Die PD verzeichnete 7339 Verkehrsunfälle mit 9652 verunglückten Menschen. Mit 61,5 Prozent (24.279 VU) passieren die meisten Verkehrsunfälle innerhalb geschlossener Ortschaften. Die Bundesautobahnen (BAB) mit einem Anteil von lediglich 6,7 Prozent gelten nach wie vor als die sichersten Straßen. Hier starben elf Menschen. Hauptunfallursachen insgesamt waren Vorfahrtverstöße, falsches Abbiegen, zu geringer Abstand, überhöhte Geschwindigkeit aber auch Alkohol und Drogen, teilt die Direktion mit.

Die Unfälle mit schwersten Folgen finden auf den Kreis-, Landes- und Bundesstraßen außerhalb geschlossener Ortschaften statt. Insgesamt ließen 77 Menschen, das sind fast drei Viertel (71,3%) der bei Verkehrsunfällen getöteten Personen, ihr Leben auf den Landstraßen außerhalb geschlossener Ortschaften. Dabei spielt Raserei eine besondere Rolle.

Wurden im Jahr 2013 noch 30 Personen tödlich bei einem Baumunfall verletzt, so waren es im Jahr 2014 insgesamt 40 Personen (+33,3 Prozent), die durch einen derartigen Unfall verstarben. Davon verstarben 38 Personen auf Außerortsstraßen (ohne BAB). Damit liegt der Anteil der getöteten Personen bei Baumunfällen im ländlich geprägten Zuständigkeitsbereich der PD Oldenburg mit einem dichten Netz an Landstraßen auf einem hohen Niveau.

„Vor diesem Hintergrund haben wir auch 2014 eine flächendeckende Geschwindigkeitsüberwachung zu allen Tages- und Nachtzeiten durchgeführt“, sagt Polizeivizepräsident Bernd Deutschmann. „Wer rast, gefährdet nicht nur sich, sondern häufig auch andere, unbeteiligte Verkehrsteilnehmer“, stellt er klar.

Die 18- bis 24-Jährigen bleiben mit 19 Verkehrstoten (17,6 Prozent) auf dem Wert der beiden Vorjahre. Damit gehört jeder 6. Unfalltote zu dieser Risikogruppe, obwohl ihr Anteil an der Bevölkerung im Bereich der PD Oldenburg unter zehn Prozent beträgt. Der Anteil der im Straßenverkehr getöteten Senioren (ab 65 Jahren) beträgt mit 29 Getöteten insgesamt 26,9 Prozent, was einen Rückgang um über ein Viertel (-27,5 Prozent) zum Vorjahr bedeutet.

Auch die Gruppe der Motorradfahrer mit 14 Verkehrstoten ist weiterhin mit einem hohen Risiko gehaftet. Bei den getöteten Radfahrern und Fußgängern konnte ein Rückgang festgestellt werden. Starben 2013 noch 17 Radfahrer und 15 Fußgänger bei Verkehrsunfällen, so waren es 2014 noch 14 Fahrradfahrer (davon drei Pedelecfahrer) und neun Fußgänger.

Auch Alkohol und Drogen spielen eine große Rolle beim Verkehrsunfallgeschehen. 2000 Alkoholsünder (2013: 2138) konnten vorzeitig aus dem Verkehr gezogen werden. In 701 Fällen kam es zu teils schweren Verkehrsunfällen unter Alkoholeinfluss, bei denen fünf Personen getötet wurden. Die festgestellten Fahrten unter Drogen- und Medikamenteneinfluss fielen im Vergleich zum Vorjahr von 1430 Fällen auf 1268 Fälle. Insgesamt wurden 36 Verkehrsunfälle im Jahr 2014 registriert, bei denen Betäubungsmittel oder Medikamente die Hauptunfallursache waren.

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