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„De plattdüütsch Klenner“ in neuem Gewand

Ernst-August Bode vom Vorstand der Oldenburgischen Landschaft, Dirk Hinrichs vom Ollnborger Kring sowie Stephan Meyer, Verleger Florian Isensee und Rita Kropp stellten De plattdüütsch Klenner vor.

Ernst-August Bode vom Vorstand der Oldenburgischen Landschaft, Dirk Hinrichs vom Ollnborger Kring (hintere Reihe von links) sowie Stephan Meyer, Verleger Florian Isensee und Rita Kropp (von links) stellten „De plattdüütsch Klenner“ vor.
Foto: Katrin Zempel-Bley

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Oldenburg (zb) – In einem ganz neuen Gewand präsentiert sich der soeben erschienene „Plattdüütsch Klenner up dat Jahr 2015“. „Wir wollen auch jüngere Leser ansprechen“, sagt Spiekerbaas Rita Kropp von De Spieker, die maßgeblich am Zustandekommen des Kalenders mitgewirkt hat.

Tatsächlich vollzieht „De plattdüütsch Klenner“ einen kompletten Neuanfang. Bislang wurde er vom Ollnborger Kring herausgegeben, der sich Ende des Jahres auflöst und deshalb neue Herausgeber gefunden werden mussten. Der Ollnborger Kring, De Spieker und die Oldenburgische Landschaft geben ihn diesmal gemeinsam mit dem Ollnborger Kring heraus. 2016 ist der Kring nicht mehr dabei.

„Tradition lebt von Veränderung“, kommentiert Kring-Baas Dirk Hinrichs vom Ollnborger Kring den Umbruch. „Es ist uns gelungen, Kräfte zu bündeln“, sagt Stephan Meyer, Plattdeutschexperte der Oldenburgischen Landschaft, der Rita Kropp beim Zustandekommen des „Klenners“ intensiv unterstützt hat. Der vollzogene Schnitt ist auf den ersten Blick sichtbar. Auf dem Umschlag ist das bisherige Braun einem freundlichen Blau gewichen und farbige Fotos signalisieren die Vielfalt des Oldenburger Landes.

Geblieben ist das Schienfatt von Bernhard Winter, das seit 1922 auf dem Buchdeckel zu sehen ist. Außerdem ist das Format größer und die Inhalte haben sich gewandelt. So stimmen Farbfotos mit einem passenden Satz auf den jeweiligen Monat ein. Dann folgt ein typischer Hinweis auf den Monat wie z.B. im Januar „Vörbi sünd Larm un Knalleree, dat oole Jahr is gahn; wi seht – villicht bi Ies un Snee – dat nee´e vör uns stahn“ und ein Kalenderblatt für den Monat, in dem auch die Ferien vermerkt sind.

Schließlich wird an den einzelnen Wochentagen auf aktuelle Veranstaltungen im Oldenburger Land hingewiesen. Garniert wird all das mit Rezeptideen, historischen Daten, Festen, Hinweise auf besondere Tage oder Tipps, die u.a. auf das Plattart Festival oder den größten Maibaum hinweisen oder den 75. Geburtstag von Bundespräsident Joachim Gauck. Und jeden Sonntag gibt es eine kurzweilige plattdeutsche Geschichte. Hinzu gesellen sich Fotos und kleine Zeichnungen, die den Klenner auflockern.

So präsentiert er verschiedene Dialektformen aus dem gesamten Oldenburger Land. „Die Geschichten sind modern und haben bewusst alle einen Bezug zu unserem Lebensalltag“, sagt Stephan Meyer, „denn sie sollen Kinder und Jugendliche ans Plattdeutsche heranführen.“ Immerhin über 70 Prozent der hiesigen Bevölkerung versteht Plattdeutsch, so dass die Geschichten im Klenner für sie alle durchaus lesbar sind.

„De plattdüütsch Klenner“ ist im Isensee Verlag erschienen, umfasst 192 Seiten und kostet 5,95 Euro. Er ist ab sofort im Buchhandel erhältlich.

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1 Kommentar

  1. Werner Rossow
    30. Oktober 2014 um 16.36

    Allerbest!