Wehrbeauftragter begrüßt Vorgehen gegen sexuelles Fehlverhalten

Foto: via dts Nachrichtenagentur
Der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages, Henning Otte, begrüßt das Vorgehen des Generalinspekteurs der Bundeswehr, Carsten Breuer, gegen sexualisiertes Fehlverhalten in der Truppe.
„Das Amt des Wehrbeauftragten verzeichnet eine steigende Zahl von Meldungen und Eingaben zu Verstößen gegen die sexuelle Selbstbestimmung“, sagte er der „Rheinischen Post“ (Mittwochsausgabe). Diese Entwicklung erfordere es, dass das Ministerium und die Kommandos dem konsequent begegnen müssten.
Angesichts der steigenden Zahlen im Hellfeld habe er den Bundesminister der Verteidigung bereits vor dem Sommer darauf hingewiesen, dass mit geeigneten Maßnahmen nicht abgewartet werden sollte, bis die von seiner Vorgängerin initiierte Dunkelfeldstudie die realen Zahlen ans Licht bringe.
„Sexualisiertes Fehlverhalten steht im klaren Widerspruch zu den grundlegenden Werten der Inneren Führung und muss konsequent geahndet werden“, so Otte. Jeder einzelne Fall sei einer zu viel. Die steigenden Zahlen müssten deshalb ein Auftrag an den Dienstherrn sein, noch genauer hinzuschauen und schnell und konsequent zu handeln. Die Bundeswehr verfüge über klare Regeln und Instrumente der Dienstaufsicht, mahnte Otte. Entscheidend sei, dass diese Regeln im Alltag gelebt und durchgesetzt würden.
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