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Türkei-Begegnungen mit buntem Programm

DJane Ipek Ipekcioglu dreht bei Night oft the Pride den Plattenteller.

DJane Ipek Ipekcioglu dreht bei Night oft the Pride den Plattenteller.
Foto: Daniel Pasche

Oldenburg (zb) Die Türkei steht im Mittelpunkt der Reihe „Begegnungen“, die die Stadt Oldenburg zum dritten Mal veranstaltet. Der Startschuss für die Auftaktveranstaltung fällt am Montag, 12. Mai, im Oldenburgischen Staatstheater.

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Das erste Programmheft bis August liegt jetzt vor und bietet Veranstaltungen in Kooperation mit zahlreichen Projektpartnern aus den Bereichen Bildende Kunst, Musik, Literatur, Theater, Religion, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaftspolitik. Es wird aber auch tiefer in den türkischen Kochtopf geguckt, denn „Toleranz geht durch den Magen“. So heißt ein Angebot, das die Besucher nicht nur mit gefüllten Weinblättern vertraut machen soll, sondern auch mit dem „Oman, der in Ohnmacht fiel“, einem traditionellen Gericht mit Auberginen, roten Linsen und gefüllten Paprika.

Die Reihe Begegnungen dient dem Abbau von Vorurteilen, dem besseren Kennenlernen der anderen Kultur und somit einem größeren Verständnis füreinander. Oberbürgermeister Dr. Gerd Schwandner will mit der Reihe eine tiefere Ebene erreichen als beispielsweise die touristische Perspektive. Ihm geht es um Weltoffenheit und Internationalität, und die Tatsache, dass die Türkei ein wichtiger Wirtschaftspartner für Deutschland ist. Gezeigt werden sollen ein möglichst umfassendes Bild dieses Landes und seiner Kultur sowie zeitgenössische künstlerische Positionen.

Kunstausstellungen stehen ebenso auf dem Programm wie Filme, Konzerte und Lesungen. So wird Feridun Zaimoglu am Mittwoch, 21. Mai, aus seinem Roman „Isabel“ lesen. Sükran Moral gehört zu eine der prägenden Figuren der zeitgenössischen Kunst. Sie befasst sich mit Geschlechterrollen und Machtstrukturen und präsentiert ihre Arbeit im Edith-Russ-Haus. Auch Religion und Tradition werden thematisiert sowie Integration, Migration und Wirtschaftspolitik. Und bei Nights oft he Pride im Rahmen des Christopher Street Day Nordwest sorgt DJane Ipek Ipekcioglu für den richtigen Plattenteller.

„Es geht um eine Türkei-Begegnung und nicht um eine Erdogan-Begegnung“, stellt Schwandner klar und will damit ausdrücken, dass das Land vielschichtig und facettenreich ist aber auch widersprüchlich. Es gibt nicht nur eine Türkei und wohin die Entwicklung gehen wird, bleibt abzuwarten. Ratschläge jedenfalls will die Reihe dem Land nicht erteilen. Sie sucht die offene Begegnung.

Mehr Informationen unter www.tuerkei-begegnungen.de.

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