Van Aken wirft Merz Kolonialdenken vor
Die Linke drängt auf eine Entschuldigung von Friedrich Merz (CDU) bei der brasilianischen Regierung. „Merz ist echt ein Elefant im Porzellanladen, diplomatisch hat er ganz offenbar null Fingerspitzengefühl“, sagte Linken-Chef Jan van Aken dem „Spiegel“. „Er sollte sich umgehend bei Brasilien für seine Entgleisung entschuldigen.“
Merz hatte bei einem Handelskongress in Berlin erzählt, er habe auf seiner Reise zur Weltklimakonferenz in Belém Journalisten gefragt, wer gern in Brasilien bleiben würde. Keiner habe die Hand gehoben. „Die waren alle froh, dass wir vor allen Dingen von diesem Ort, an dem wir da waren, wieder nach Deutschland zurückgekehrt sind“, sagte Merz.
Der Spruch wurde in Brasilien empört aufgenommen. Auch Politiker in Deutschland kritisieren die Aussage. Die abfällige Äußerung offenbare, dass Merz in einer Traumwelt von vorgestern lebt, so van Aken. „Das ist so ein kolonialer Spruch, den würde man von einem Bismarck erwarten, aber doch nicht von einem Kanzler im Jahre 2025.“
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dts Nachrichtenagentur
Foto: via dts Nachrichtenagentur





3 Kommentare
…und schon wieder eine unerträgliche letztendlich rassistische Entgleisung dieses „Bundeskanzlers“. Man schämt sich – ach was, man ekelt sich – inzwischen ein Deutscher zu sein und mit sowas in einen Topf geworfen zu werden.
Dem Herrn Kanzler hat eben das Stadtbild nicht gefallen. Da kann man gespannt sein, von wem der Meister der Arroganz und Werteverachtung überhaupt noch eingeladen wird. Die Reputation Deutschlands wird beschädigt.
Erschütternd, ich sehe gerade ein Portrait von Petra Kelly auf arte. CDU-Politiker waren auch damals intelligenten Menschen nicht einmal im Ansatz gewachsen. Ein trauriges Bild über Jahrzehnte – und Merz ist mit seinem erschütternd engen Horizont für die „normal“.