Sieben Bundesländer fordern Energiewende-Turbo wegen Nahost-Krise
Die Energieminister von sieben Bundesländern haben angesichts der Eskalation im Nahen Osten und steigender Energiepreise entschlossenes Handeln der Bundesregierung gefordert. In einem gemeinsamen Brief an Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche warnten sie vor erheblichen Belastungen für Verbraucher und Wirtschaft durch steigende Gas-, Öl- und LNG-Preise, wie das niedersächsische Umweltministerium mitteilte.
Die Länder Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hamburg, Bremen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein fordern eine Beschleunigung des Ausbaus erneuerbarer Energien.
Konkret verlangen sie, den Windkraftausbau nicht auszubremsen, zusätzliche Ausschreibungen zu starten und die Förderung von Solaranlagen für Privathaushalte beizubehalten. Zudem müssten die Stromnetze zügiger ausgebaut und Planungssicherheit für Investitionen in moderne Heizsysteme geschaffen werden.
Niedersachsens Energieminister Christian Meyer betonte, geopolitische Risiken würden zu Preisrisiken im Alltag. ‚Die Lösung liegt in heimischen Erneuerbaren Energien und Speichern‘, sagte er.
Niedersachsen unterstütze im Bundesrat die Forderung Bayerns nach einer Sonderausschreibung von 5 Gigawatt Windenergie. Das Land habe im vergangenen Jahr über 800 Windkraftanlagen genehmigt, die nun realisiert werden müssten.
dts Nachrichtenagentur
Foto: via dts Nachrichtenagentur
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