Schule

OLMUN: Weltfrieden auf die Fahnen geschrieben

Julian Maskow, Gareth Edwards, Onno Winters und Kim Louisa Eickmeyer informierten über die OLMUN 2014.

Julian Maskow, Gareth Edwards, Onno Winters und Kim Louisa Eickmeyer (von links) informierten über die OLMUN.
Foto: Katrin Zempel-Bley

Oldenburg (zb) Heute startet die 14. Auflage des „Oldenburg Model United Nations“ (OLMUN) mit einer Rekordteilnehmerzahl. Allein 120 Delegierte kommen aus dem Ausland. Insgesamt werden rund 700 Delegierte und 200 Gastredner, Journalisten und Betreuer erwartet. Damit ist die diesjährige Veranstaltung die bislang größte.

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Hinter OLMUN verbirgt sich ein Schülerplanspiel, das die Konferenzen der Vereinten Nationen (UN) simuliert und von etwa 50 Oldenburger Schülern seit August letzten Jahres auf die Beine gestellt wird. So treffen sich in diesem Jahr junge Leute aus Russland, Weißrussland, Großbritannien, Spanien, den Niederlanden, der Schweiz, den USA, der Türkei, aus Italien, Belgien, Tschechien, Ungarn und erstmals aus Mexiko. Die deutschen Teilnehmer stammen aus Brake, Vechta, Bad Zwischenahn, Cloppenburg, Hannover, Hamburg, Berlin oder Heidelberg. Sie schlüpfen in die Rolle eines UN-Delegierten und wechseln dabei die eigene Nationalität.

„Das ist Absicht, denn durch den Perspektivwechsel wird allen Beteiligten klar, dass die Themen immer mehrere Seiten haben und es nicht nur eine Sicht der Dinge gibt“, sagt OLMUN-Generalsekretär Julian Maskow. Das Planspiel soll den Blick für politische Fragen weiten, Vorurteile abbauen und vor allem die Chance eröffnen, dass die jungen Menschen aus aller Welt sich kennenlernen und mögliche Vorurteile abbauen können.

Bevor die OLMUN-Eröffnung heute in der Weser-Ems-Halle stattfindet, hatten die Organisatoren alle Hände voll zu tun. Rund 700 Mappen für die Delegierten sowie die passenden Flaggen mussten vorbereitet werden. Es wird acht Komitees geben, die an verschiedenen Orten wie in der VHS, im Schlauen Haus, in Schulen etc. tagen. Alle Sitzungen finden grundsätzlich in englischer Sprache statt. Zuvor mussten die Organisatoren für 120 Delegierte aus dem Ausland Gastfamilien bzw. andere Unterkünfte finden. Aber auch das ist ihnen gelungen.

Erstmals wird es in diesem Jahr OLMUN-TV geben. „Wir filmen, interviewen und schneiden selbst“, kündigt Maskow an. So wird täglich eine Nachrichtensendung auf einem eigenen YouTube-Kanal hochgeladenen. Neu sind auch das Komitee ‚United Nations Program for World Peace‘ und der dazugehörige Tagungsort in der ehemaligen kaiserlichen Post an der Poststraße. Das neu gegründete Komitee befasst sich mit privaten Sicherheits- und Militärfirmen in bewaffneten Konflikten“, klärt Gareth Edwards. „Wir wollen herausfinden, ob diese Firmen legal sind und ob es Möglichkeiten gibt, sie zu verbannen“, sagt der stellvertretende Präsident.

Maskow, Edwards aber auch dem Präsidenten Onno Winters und Kim Louisa Eickmeyer als stellvertretende Generalsekretärin treibt die Weltpolitik an. „Wir würden die Welt gern verändern“, sagen alle Vier und wünschen sich Weltfrieden. Warum, so wollen sie herausfinden, lässt sich der Süd-Sudan nicht befrieden, warum sind Kinder Kriegen schutzlos ausgeliefert und wie steht es eigentlich um Kinderrechte? Es interessiert sie aber auch, wie es vor 100 Jahren zum 1. Weltkrieg kam und inwiefern der Krieg etwas mit dem 2. Weltkrieg zu tun hat.

In jedem Komitee werden Resolutionen formuliert und von der Vollversammlung verabschiedet. Sie werden dann direkt an die UN weitergeleitet. „Wir wollen uns einmischen“, sagt Maskow. „Natürlich wissen wir, dass das schwer ist, aber wenn alle anfangen würden, wäre schon eine Menge erreicht.“ Sie und alle anderen Teilnehmer interessieren sich für das politische Geschehen aber auch für die Menschen aus anderen Ländern, um politische Vorgänge besser verstehen zu können. Außerdem entwickeln sich Freundschaften. Sie besuchen sich in ihren Ländern und wollen sich so vor einseitigen Sichtweisen schützen.

Weitere Informationen unter www.olmun.org.

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